Die langen Leiden von Safia

Wer in Safias (9) Augen schaut, erkennt, dass sie einen monatelangen Leidensweg hinter sich hat. Das Mädchen mit den traurigen Augen erlitt bei einem Unfall schwerste Verbrennungen am Gesäß und an den Beinen.

In Afghanistan konnte das Kind nicht angemessen behandelt werden. Die Folge: Die großflächigen Brandflächen infizierten sich, hinterließen höllische Schmerzen, die sich in Safias Seele brannten. Wochenlang krümmte sie sich vor Schmerzen – diese sogenannte Embryonalhaltung führte dazu, das die Beine und Gelenke von Safia versteiften.

Als das Hannoveraner Kinderkrankenhaus auf der Bult von dem schrecklichen Fall erfuhr, handelte es sofort und holte das Mädchen nach Deutschland. Mehrfach wurde Safia inzwischen operiert. Zunächst musste ihr ein künstlicher Darmausgang gelegt werden, damit der Stuhl die Brandwunden am Gesäß nicht weiter infiziert. Außerdem wurden die Wunden gesäubert und erste Hauttransplantationen vorgenommen.

Unter Narkose bekam Safia zusätzlich Krankengymnastik um die verkrümmten Gelenke zu strecken und die Narben zu dehnen.

Weil die Klinik in Hannover allein die Behandlungskosten nicht tragen kann, unterstützt auch „Ein Herz für Kinder“ die tapfere Safia.

Bis sie wieder in ihre Heimat zurückkehren kann, werden noch einige Wochen vergehen, in denen sie weitere Operationen durchstehen muss. Schließlich soll auch noch der künstliche Darmausgang zurück verlagert werden, wenn die Brandwunden am Darm verheilt sind.

Doch dank der hervorragenden Betreuung in Hannover ist ein Ende von Safias Leidensweg abzusehen. Und dann wird das Mädchen mit den traurigen Augen hoffentlich auch wieder Lachen können.

„Ein Herz für Kinder“

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