Schutz für traumatisierte Mädchen

Die „German Doctors“ leisten freiwillige Arzteinsätze in Entwicklungsländern und helfen dort, wo das Elend zum Alltag gehört.

Auf die Initiative von Dr. Maria Furtwängler, Kuratorimspräsidentin des Vereins, ist in 2011 außerhalb von Cagayan de Oro, ein bekannter Ort für Sextourismus, das Mädchenschutzhaus „Malisa Home“ entstanden. Dort erhalten  Mädchen, die in die Prostitution gezwungen oder missbraucht wurden, professionelle Hilfe.

 

Prostitution ist auf den Philippinen grundsätzlich verboten. Wer Kinder unter zwölf Jahren missbraucht, dem droht laut Gesetz die Todesstrafe. Die Praxis sieht anders aus: Unter den Zielländern der Sextouristen nehmen die Philippinen inzwischen einen traurigen Spitzenplatz ein. Nach Unicef-Schätzungen sind rund 100 000 der Prostituierten minderjährig. Meist stammen die Mädchen und jungen Frauen aus armen ländlichen Regionen. Von dort werden sie unter falschen Versprechungen von Schlepperbanden in die Städte gelockt oder von der eigenen Familie zum Geld verdienen in die Touristen-Zentren geschickt.

Das Malisa Home ist eine Schutz- und Therapieeinrichtung für minderjährige Mädchen, die Menschenhandel zwecks sexueller Ausbeutung überlebt haben und deshalb schwer traumatisiert sind. Sie werden betreut und versorgt, auch mit juristischen Beistand, erhalten schulische oder berufliche Ausbildung und Stipendienprogramme.
Die Mädchen dürfen in dem Schutzhaus eine Unbeschwertheit erleben, wie sie die meisten von ihnen vorher noch nie kannten. Es wird Therapie- und Trauma-Arbeit geleistet, Aufklärungs- und Netzwerkarbeit durchgeführt sowie Sozialarbeit und Rettungsmaßnahmen in den Rotlichtvierteln des Ortes.

Im Schutzzentrum können die Mädchen behütet aufwachsen (Foto: Privat)
Im Schutzzentrum können die Mädchen behütet aufwachsen (Foto: Privat)

Das Heim besteht aus einem Gemeinschaftsgebäude, vier Unterkunftshäusern und einem weiteren Gebäude, das derzeit als Schule genutzt wird. Da das Gelände sehr klein ist, wird das angrenzende Grundstück bei Outdoor-Aktivitäten mitgenutzt.

Aus Sicherheitsgründen soll nun das angrenzende Grundstück erworben und eingezäunt werden. Zudem wird eine zusätzliche weibliche Sicherheitskraft benötigt, da das Heim seit 2013 Teil des philippinischen Zeugenschutz-Programms ist und es häufig zu Morddrohungen durch die Täter kommt.
Ebenso dringend wird ein Fahrzeug für die regelmäßigen Fahrten zu medizinischer Behandlung, Gerichtsterminen etc. benötigt, da die Einrichtung außerhalb der Stadt liegt, die öffentliche Verkehrsanbindung schlecht ist und die Mädchen der Öffentlichkeit aussetzt. Auch soll die Wohn- und Lebenssituation der Mädchen zur Unterstützung der Trauma-Arbeit verbessert werden.

Es stehen Instandhaltungsmaßnahmen und Reparaturen an den Gebäuden, dem Leitungssystem an. Folgende Maßnahmen sollen erfolgen: Ausbesserung an Dächern, elektrische Verkabelung, Reparaturen der Regenrinnen, defekter WCs und Waschbecken, neuer Anstrich, Renovierung der Zimmerdecken und Wände, Installierung eines Speiseaufzugs im Gemeinschaftsgebäude und eine Toilette im Unterrichtsgebäude. Es werden 10 Deckenventilatoren, neues Bettzeug für die Mädchen und das Personal, Ausstattung für das Gartenprojekt, sowie für das Büro benötigt.

Alle notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität der Kinder können nicht aus den vorhandenen Spendenmitteln des Vereins getragen werden. Deshalb erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, sich an den Kosten zu beteiligen, damit die traumatisierten Kinder weiter die Chance haben geschützt und gut versorgt aufzuwachsen.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
Spendenkonto 067 67 67
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