Er leidet an der seltenen Ebstein-Anomalie

Sergey (4) hat nicht lieber als draußen zu spielen und Blumen für seine Mutter Liudmila (43) zu pflücken. Gerne würde er auch wie ein kleiner Wirbelwind durch die Felder tollen oder mit anderen Kindern spielen. Doch schon nach kurzer Zeit bekommt er keine Luft mehr und läuft blau an.

Der Junge aus Russland ist mit der Ebstein-Anomalie zur Welt gekommen. Dabei handelt es sich um eine sehr seltene angeborene Herzfehlbildung. Die Trikuspidalklappe (zwischen rechtem Herzvorhof und rechtem Ventrikel) ist zur Herzspitze hin verlagert und die Klappensegel sind missgestaltet. Durch die tiefe Lage der Klappenebene ist die Herzkammer, die den Lungenkreislauf bedient, verkleinert und der Herzvorhof vergrößert. Meist besteht zusätzlich eine offene Verbindung auf Vorhofebene in Form eines Atriumseptumdefektes (ASD). Durch die Klappenfehlbildung kommt es zu einem unvollständigen Klappenschluss mit einem Blutrückfluss in den rechten Vorhof. Dieses Blut fehlt zum einen im Lungenkreislauf und belastet andererseits volumenmäßig sowohl den Vorhof als auch den Ventrikel. In der Folge kommt es zu einer Vergrößerung des rechten Herzens und zu einer Einschränkung der Herzfunktion.

Schon nach der Geburt musste der kleine Sergey mehrere Wochen auf der Intensivstaion verbringen, doch zum Glück gelang es den Ärzten seinen Zustand zu stabilisieren. Weil die Gefahr groß ist, dass Sergeys kleines Herz stehen bleiben könnte, müsste er so schnell wie möglich operiert werden. Doch die Ärzte im russischen Herzzentrum Bakulev wagen den Eingriff noch nicht, und wollen warten, bis er größer und kräftiger ist.

Für Liudmila ist diese Zeit des Wartens unerträglich, jeden Tag lebt sie in der Angst ihren kleinen Sonnenschein zu verlieren. Deshalb wandte sie sich an das Asklepios Klinikum Sankt Augustin, wo erfahrene Spezialisten bereit stehen, um Sergey so schnell wie möglich u operieren.

Allerdings ist dieser Eingriff sehr teuer und kann von den Eltern nicht aus eigenen Mitteln bezahlt werden. „Ein Herz für Kinder“ erklärte sich deshalb bereit, die OP-Kosten zu übernehmen, damit Sergeys Herz endlich gesund wird und er unbeschwert aufwachsen kann.

„Ein Herz für Kinder“

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