Bildungszentrum für Aidswaisen

In Südafrika leben mehr als eine Million Aidswaisen, Tendenz: leider steigend, denn pro Tag sterben durchschnittlich 1000 Menschen im Alter zwischen 2 und 50 Jahren an Aids. Ein großer Teil von ihnen sind Eltern von einem oder mehreren Kindern, die nun als Waisen zurückbleiben.

Video: Aidswaisen in Afrika

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Aidswaisen sind mehr noch als andere Waisen benachteiligt. Sie leiden an der Stigmatisierung und Diskriminierung, die mit der Krankheit einhergeht, sie sind benachteiligt in der Schule, da sie nach dem Tod ihrer Eltern auf sich allein gestellt sind und ihnen oft Haus oder Wohnung weggenommen wird, sei es von Verwandten, Gläubigern oder Banken. Sie müssen ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Hinzu kommt, dass sie sich um kleinere Geschwister kümmern, die sie großziehen und ernähren müssen. Tausende dieser Kinder leben am Rande der Gesellschaft in bitterer Armut. Vielen bleibt nur die Flucht auf die Straßen der großen Städte.

Das Leid dieser Kinder zu lindern, hat sich der Verein „Siyabonga – Helfende Hände für Afrika e.V.“, der 2003 von dem südafrikanischen Pfarrer Rene Risch gegründet wurde, zur Aufgabe gemacht.

Die Organisation unterstützt in den Townships rund um Pietermaritzburg in KwaZulu-Natal an der Ostküste Südafrikas rund 600 Kinder mit Patenschaften. Durch die finanzielle Hilfe von „Siyabonga“ erhalten die Kinder eine Schulausbildung, werden medizinisch versorgt und ausreichend ernährt.

Die Kinder aus dem Township Esigodini gehen nach dem Unterricht in das im Jahr 2009 fertiggestellte „Siyabonga“-Bildungszentrum. Dort werden sie von den südafrikanischen Mitarbeitern der Organisation sowie deutschen Jugendlichen, die dort ihr Freiwilliges Soziales Jahr ableisten, bei den Hausaufgaben betreut. Sie erhalten Englischunterricht, belegen Computerkurse, lernen Gitarre spielen, lesen oder toben auf dem Abenteuerspielplatz. Auch in den Schulferien ist das Zentrum eine Anlaufstelle, in der sich die Kinder wohl und sicher fühlen. Vormittags, wenn die Kinder in der Schule sind, werden dort für Erwachsene Näh-, PC- und Gartenbaukurse angeboten, damit sie durch Eigeninitiative einen Weg aus der Armut finden.

In dem Township Imbali, in der die Hälfte der von „Siyabonga“ betreuten Patenkinder lebt, wurde nun ein ähnliches Bildungszentrum erbaut. Trotz vorhandener Spendenmittel gab es eine Finanzierungslücke, die von „Ein Herz für Kinder“ geschlossen wurde. Somit konnten die Planungen in die Tat umgesetzt werden.

Nun erhalten auch die Kinder durch intensive Betreuung während der Schulzeit die Chance auf einen guten Abschluss und damit bessere Zukunftsperspektiven.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
Spendenkonto 067 67 67
Deutsche Bank Hamburg | BLZ 200 700 00
IBAN DE60 2007 0000 0067 6767 00 | BIC DEUTDEHH