Slaviks tapferer Kampf gegen den Krebs

Manchmal – an seinen guten Tagen – fährt Vyacheslav (3) zusammen mit seinen Eltern hinaus ans Meer. Er mag den Strand, das Tosen des Meeres, das Tönen der Sirenen von vorbeifahrenden Schiffen.

Manchmal – auf dem Parkplatz – darf der süße Junge aus der Ukraine sogar ganz vorne im Auto sitzen. Ihn fasziniert das große Lenkrad, hinter dem der kleine, schmächtige Knirps doch so verloren wirkt.

Manchmal wünscht er sich dann, einfach davon fahren zu können – weg von all den Schmerzen, den Spritzen, der Chemotherapie, die ihn oft so müde, so kraftlos macht.

Slavochka, wie ihn seine Eltern Vadim und Olga liebevoll nennen, hat Krebs. Ein Neuroblastom im 4. Stadium mit Metastasen im Kopf, Knochenmark und den Lymphknoten. Er erkrankte im Januar 2009, kämpft seitdem jeden Tag gegen den aggressiven Feind in seinem Körper.

Dank großzügiger Spenden hunderter Menschen in Deutschland und durch die Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ konnte Slavik Anfang Juli nach Genua (Italien) gebracht werden. Ursprünglich sollte er in Singapur am Mount Elizabeth Hospital behandelt werden. Doch um ihrem geschwächten Sohn die lange Reise zu ersparen, entschieden sich die Eltern für die Klinik in Italien, wo dieselben Behandlungskosten anfallen. Renommierte Krebsspezialisten kämpfen nun seit Wochen um das Leben des Jungen.

Ein Kampf mit einem besonders herben Rückschlag: Durch die Folgen der Chemotherapie ist der tapfere kleine Knirps auf einem Augen erblindet. Derzeit bemühen sich die Ärzte, sein verbliebenes Sehvermögen zu retten.

Dafür aber wäre es dringend erforderlich, die Metastasen im Kopf und in den Lymphknoten zu entfernen. Dies ist derzeit allerdings nicht möglich, da er gerade eine Knochenmarktransplantation bekommen hat – ein weiterer wichtiger Therapieschritt um den Krebs zu bekämpfen. Seine Blutwerte müssen sich jetzt erst stabilisieren – eine Operation wäre deshalb viel zu riskant und würde den derzeitigen Behandlungsfortschritt zerstören.

Trotz all der Strapazen, die Slavik im Krankenhaus tagtäglich durchstehen muss, hat er sein Lächeln nicht verloren. Olga: „Normalerweise ist Slavochka ein sehr fröhlicher Junge. Durch die Chemotherapie ist er aber oft sehr schwach, mag nichts mehr essen. Wir erzählen ihm dann, dass er in Deutschland ganz viele Freunde hat, die ihm geholfen haben, dass er in Italien wieder gesund werden kann. Dann lächelt er und seine Augen glänzen wieder.“

Es sind diese kleine Dinge, die Mut machen im ungerechten Kampf gegen den Krebs. Die Hoffnung schenken auf das Wunder, dass manchmal das Unmögliche im Leben möglich wird.

„Ein Herz für Kinder“

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