Gutartiger Tumor am Hals

Tatjana (26) hatte sich so sehr auf die Geburt ihres zweiten Kindes gefreut, wenngleich die Schwangerschaft immer wieder Komplikationen mit sich brachte, sogar eine Fehlgeburt drohte.

Als Sofia dann am 29. August 2009 zur Welt kam schien das Glück der kleinen Familie aus Russland komplett. Bis Tamara plötzlich am Hals ihres Töchterchens eine Wucherung bemerkte. Sofort wurde das Kind an die Klinik des Heiligen Vladimir zu eingehenden Untersuchungen überwiesen. Zum Glück erwies sich die Wucherung als gutartiger Tumor.

Dennoch liegt der Tumor zu dicht an der Halsschlagader, der Luftröhre und der Speiseröhre, dass er chirurgisch nicht entfernt werden kann. Ein Eingriff wäre viel zu gefährlich für das kleine Mädchen. Tamara erzählt: „Für mich und meinen Mann war das eine totale Katastrophe. Wir wussten nicht, was zu tun ist und was uns erwartet.“

Schließlich suchten die Eltern im Internet nach Informationen über das Lymphangiom und fanden auch in Deutschland eine Klinik, die die Behandlung übernehmen konnte.

Besonders tückisch: Im Grunde kam nur eine medikamentöse Behandlung in Frage, weil in 99 Prozent aller Fälle nach einer Operation eine Neubildung des Tumors droht. Es bleiben immer mikroskopisch kleine Bläschen zurück, die dann entlang der Nervenfasern erneut wuchern.

So kam nur eine Behandlung mit dem Medikament OK-432 (Picibanil) in Frage, dass aber in Russland nicht zugelassen ist. Deshalb wurde Sofia nun am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein therapiert. Da die Eltern aber kein Geld dafür hatten, half „Ein Herz für Kinder“, um Sofia so ein besseres Leben zu ermöglichen. Nach der Behandlung verkleinerte sich der Tumor enorm und Sofia ist jetzt wieder mit ihren Eltern zuhause.

„Ein Herz für Kinder“

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