Neubau des Stadtteiltreffs

Der bestehende provisorische Stadtteiltreff in Neustadt in Holstein wurde in 2000 aufgrund einer Sozialraumbeschreibung ins Leben gerufen.

Für das Quartier Westpreußenring wurde unter anderem eine deutlich hohe Kriminalitätsrate, ein hoher Anteil von Alleinerziehenden, eine hohe Kinderzahl, ein hohes Gewaltpotenzial, eine erhöhte Ausländerrate und eine hohe Arbeitslosigkeit dokumentiert. Dieser Problemkonstellation konnte in den vergangenen Jahren mit intensiver Stadtteilarbeit um den Stadtteiltreff herum erfolgreich entgegen gewirkt.

Der Containerbau liegt auf einem Spielplatz mitten im Problembezirk, ist beliebter Treffpunkt und generationsübergreifende Bildungseinrichtung für die ganze Familie. Montags bis Freitags treffen sich Eltern und Kinder. Die Kinder können drinnen wie draußen spielen, es gibt Bastelangebote und einen betreuten Spiel- und Bolzplatz. Auch werden Ausflüge angeboten.

Vormittags nutzen häufig Alleinerziehende mit Kleinkindern die Angebote. Es werden Probleme im Stadtteil und mit der Erziehung besprochen, Hilfen und auch Behördenbegleitung angeboten. Für Ausflüge fallen nur die Eintrittskosten an, Spielangebote sind kostenlos oder gegen einen geringen Unkostenbeitrag für das Material.

Nach 15-jähriger Nutzung sind die Container trotz liebevoller Pflege mittlerweile baufällig. Es gibt keine Isolierung, demnach wird extrem viel Heizenergie verbraucht und bietet mit nur zwei Räumen zu wenig Betätigungsmöglichkeiten an.

Daher plant die Stadt zusammen mit vielen Akteuren, wie der Elterninitiative einen Neubau an diesem Standort. In einer aufwendigen, über längeren Zeitraum erfolgten Anwohnerbefragung und -mitwirkung ist jetzt ein Modell für den Neubau entstanden.

Das neue Gebäude soll aus einem großen Gemeinschaftsraum mit Kuschelecke und Spielmöglichkeiten bestehen, einer Empore mit Tisch und Stühlen, Küche, sanitäre Anlagen, Raum für Außenspielgeräte und einem Zimmer als Rückzugsort, das auch für Elterngespräche und als Büro des Jugendpflegers genutzt werden soll.

Neben Kursen sollen auch Ferienbetreuung, Computerlehrgänge, Hausaufgabenhilfe, Workshops und Veranstaltungen angeboten werden.

Da die Kosten für den Neubau nicht allein von der Stadt getragen werden können, erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, das Projekt großzügig zu unterstützen, sodass nun alle geplanten Arbeiten zügig beginnen können.

„Ein Herz für Kinder“

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