Tumor am Hals nimmt ihm die Luft zum Atmen

Seit Stanislav (3) auf der Welt ist kämpft er um sein Leben. Er leidet an einem Lymphangiom am Hals. Es handelt sich dabei zwar um einen gutartigen Tumor, jedoch wächst dieser immens schnell und nimmt dem Jungen aus Russland die Luft zum Atmen.

Schon die Geburt von Stas – so wird er liebevoll von seinen Eltern genannt – war dramatisch. In der 34. Schwangerschaftswoche platzte plötzlich Marinas (37) Fruchtwasserblase. Ein Notarzt brachte die werdende Mutter zur Entbindungsstation in Galitsch. Der Arzt lehnte die Behandlung ab, da das Fruchtwasser grün war und er befürchtete, dass etwas mit dem Kind nicht in Ordnung sei. Marina wurde nach Kostroma verlegt, die Ärzte hier bereiteten die Mutter darauf vor, dass das Kind nicht mehr leben könnte, da die Herztöne nur ganz schwach zu hören waren.

Doch Stas lebte: „Als ich ihn im Kreissaal weinen hörte, war ich überglücklich“, erzählt die Mutter. Die Ärzte entdeckten bei den folgenden Untersuchungen einen taubenei-großen, dunkelroten Tumor am linken Ohr. Stas wurde auf die Intensivstation verlegt, weil infolge des Tumors die Atemwege blockiert sind und er nicht selbstständig atmen konnte.

Um seinen Zustand zu verbessern, war dringend eine Operation notwendig, die jedoch nicht im Heimatort der Familie durchgeführt werden konnte. Deshalb wurde Stas nach Moskau verlegt. Insgesamt drei Mal wurde der kleine Junge inzwischen operiert, dabei auch mit einem Tracheostoma versorgt, das ihm eine selbstständige Atmung ermöglicht.

Obwohl es den Ärzte gelungen ist, den Tumor bei den Operationen zu verkleinern, wuchs dieser immer wieder nach. Die Mutter: „Der Tumor störte Stasik beim Essen, er verschluckte sich immer wieder und konnte nur geriebene Produkte essen.“

Inzwischen ist das Lymphangiom so groß geworden, das es bereits in den Rachen wächst. Eine weitere OP ist deshalb unumgänglich, kann in Russland aber nicht nach modernsten Standards und ohne Garantie auf Erfolg durchgeführt werden.

Die Eltern suchten nach anderen Behandlungsmöglichkeiten und wandten sich an das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, wo es erfahrene Spezialisten gibt, die den Tumor behandeln können. Es besteht die Möglichkeit einer Laser-Operation, die nicht nur schonend, sondern auch effektiv ist.

Allerdings entstehen mit der Behandlung auch hohe Kosten, die die Familie nicht allein bezahlen kann. Nur der Vater von Stas arbeitet, sein Lohn reicht gerade, um die Lebensunterhalt für Stas und seinen Bruder zu bestreiten. Damit Stas wie andere Kinder auch leben und atmen kann, erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, die OP in Kiel zu bezahlen.

„Ein Herz für Kinder“

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