Zwei Mädchen-Schulen werden saniert

Die Republik Sudan gehört zu den ärmsten und zugleich am höchsten verschuldeten Ländern der Welt. Der langjährige Bürgerkrieg und die unzähligen bewaffneten Konflikte in der Region Dafur haben seit 2003 zahlreiche Bewohner vertrieben.

Viel Aufmerksamkeit richtet sich seitdem auf die Hilfe und Unterstützung der Binnenflüchtlinge. Die Familien, die in ihren Heimatgemeinden verblieben sind und somit weit entfernt von der Flüchtlingsregion leben, werden jedoch oft vergessen. Besonders Mütter und Kinder geraten aufgrund der unzureichenden medizinischen Versorgung täglich in lebensbedrohliche Situationen. Ähnlich prekär ist die Situation im Bereich der Bildung.

Die Einschulungsraten im Sudan sind niedrig und viele Kinder brechen die Schule vorzeitig ab. In Nordkordofan und Alaga, wo das Plan Stiftungszentrum zwei Mädchenschulen unterhält, ist die Bildungssituation besonders schlecht. 59 Prozent der Kinder, die sich im schulfähigen Alter befinden, gehen nicht zur Schule. Die Schulinfrastruktur ist in dieser abgelegenen Region mangelhaft, es gibt zu wenige Klassenzimmer und viele Gebäude sind baufällig.

Die beiden Schulen werden von 1261 Mädchen im Alter von 6-14 Jahren besucht. Vielen Klassenzimmern fehlt jegliche Ausstattung. Von insgesamt 17 Klassenzimmern sind drei so heruntergekommen, dass sie einzustürzen drohen. An beiden Schulen gibt es keine Toiletten und kein fließendes Wasser.

Dies führt dazu, dass die Mädchen in der Pause nach Hause laufen und meist nicht zum Unterricht zurückkommen. Manche Mädchen suchen Toiletten in der Nachbarschaft auf, was sie einem hohen Missbrauchsrisiko aussetzt. Andere gehen in die direkte Umgebung der Schule ins Freie, dass führt vielfach zu Infektionen und Durchfallerkrankungen.

Derhalb besteht dringender Handlungsbedarf. Die Räumlichkeiten der Schulen müssen saniert und erweitert werden – insbesondere auch mit Sanitäranlagen. Auch fehlt beiden Schulen eine Abgrenzung des Geländes durch einen Zaun, die Mädchen haben dadurch kein sicheres Lernumfeld.

Damit die Kinder die Chance bekommen, in einer sicheren und angenehmen Atmosphäre zu lernen, erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, einen Großteil der anfallenden Baukosten zu übernehmen. Nun können die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden und die Mädchen können schon bald in einer besseren Umgebung lernen.

„Ein Herz für Kinder“

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