Tagesbetreuungs-Haus wird saniert

Das St. Antoniusheim ist ein Heim in Karlsruhe in dem 90 Kinder (3-17 Jahre) leben, die zum Teil vom Jugendamt in Obhut genommen wurden und betreut werden.

Vergleichbar mit einer Kinderdorffamilie leben sechs Kinder in einem Haus mit ihren Betreuern. Alle Kinder kommen aus sehr schwierigen sozialen Verhältnissen. In ihren Familien herrschen starke Verwahrlosungs- oder Gewaltstrukturen. Als Folge leiden die Kinder unter starken Entwicklungsverzögerungen und Verhaltensauffälligkeiten. Sie haben einen hohen Betreuungsbedarf und bedürfen überwiegend einer längerfristigen Hilfe.

Die meisten Kinder sind im Vorschul- und Grundschulalter. Außerdem werden externe Kinder in Tagesgruppen in der intensiven sozialen Gruppenarbeit betreut. Diese Kinder leben (wieder) zu Hause bei den Eltern, mit der Auflage vom Jugendamt, dass die Kinder tagsüber, an ausgewählten Wochenenden oder Ferientagen, in der Tagesgruppe betreut werden.

Die Kinder, die im St. Antoniusheim betreut werden,  kommen aus sehr schwierigen sozialen Verhältnissen (Foto: Privat)
Die Kinder, die im St. Antoniusheim betreut werden, kommen aus sehr schwierigen sozialen Verhältnissen (Foto: Privat)

Dabei soll die Entwicklung des Kindes durch pädagogische Arbeit in der Gruppe, Kontakte mit der Familie und Kind bezogene Zusammenarbeit mit der Schule gefördert und bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen unterstützt werden. Die Kinder sind zwischen 6-14 Jahren alt.

Das Häuschen in dem die Gruppenarbeit stattfindet, hat eine schöne Fassade und ist damit zum Markenzeichen der Einrichtung geworden. Allerdings ist es ein Vorkriegsgebäude und benötigt dringend eine Sanierung was die Wärme-Isolation, die Leitungssysteme und Heizanlagen angeht. In der kalten Jahreszeit sind die Räume kaum warm zu bekommen, die Kinder frieren. Es sollen isolierende Fenster und Türen installiert werden, der Dachboden mit Wärmedämmung versehen und das Dach neu gedeckt werden, sowie die vorhandenen Öl-Öfen durch neue leistungsfähige Heizkörper ersetzen.

Einen Eigenanteil kann der Trägerverein aufbringen, ein Antrag bei der Sozialbehörde der Stadt wurde abgelehnt, mit der Begründung, die Kassen der Stadt seien leer. In dieser Notlage erklärte sich „ein Herz für Kinder“ bereit, das Projekt zu unterstützen und die Finanzierungslücke zu decken. So können nun rechtzeitig vor Beginn der kalten Jahreszeit die Bauarbeiten beginnen und das Gruppenhaus saniert werden.

„Ein Herz für Kinder“

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