Jüdische Gemeinde hat ihr Herz zurück

Volles Haus in der Talmud-Tora-Schule! Rund 250 Gäste feierten die offizielle Eröffnung des Zentrums der Jüdischen Gemeinde in Hamburg. Höhepunkt der Veranstaltung: die erstmalige Verleihung der Herbert-Weichmann-Medaille für Verdienste um das jüdische Leben in Deutschland.

Die beiden Preisträger: Hermann-Hinrich Reemtsma und Giselle Spiegel. Mit den von der Herrmann-Reemtsma-Stiftung gespendeten 500 000 Euro wurde der Umzug in die ehemalige Talmud- Tora-Schule am Grindelhof realisierbar.

Giselle Spiegel nahm die Medaille für ihren verstorbenen Mann Paul Spiegel, ehemaliger Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, entgegen.

So viele Menschen in der frisch renovierten Aula, das hatte es lange nicht gegeben. 65 Jahre ist es her, als die Nazis am 30. Juni 1942 die Schule dichtmachten. Inzwischen belebt seit März der jüdische Kindergarten das 1911 gebaute Gebäude. Die Verwaltung ist eingezogen, nach den Sommerferien kommt die erste Schulklasse.

„Ich wünsche mir, dass das Licht der heiligen Tora hier ewig leuchten wird“, sagte Landesrabbiner Dov-Levy Barsilay in seiner Begrüßung. Und auch Andreas C. Wankum, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Hamburg war begeistert: „Für mich und alle Gemeindemitglieder ist das ein unbeschreiblicher Moment.“

Endlich hängt auch das blaue, gläserne Kunstwerk an der Decke der Eingangshalle, für das BILD Hamburg einen Spendenaufruf gestartet hatte und Geschäftsmann Ian Karan (Capital Lease) als Mäzen gewinnen konnte.

„Ein Herz für Kinder“

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