„Implant Centrum“ Freiburg wird ausgebaut

Jeden Tag werden in Deutschland ein bis zwei gehörlose Kinder geboren. Für die Familien und betroffenen Kinder ein besonders schlimmer Schicksalsschlag. Dennoch gibt es die Chance, dass die Kinder hören und damit auch sprechen lernen können. Durch sogenannte Cochlea-Implantate – kleine Elektroden, die in das Innenohr mikrochirurgisch eingesetzt werden.

Im Freiburger „Implant Centrum“ werden die kleinen Patienten nicht nur mit einem Implantat versorgt, sondern auch über Jahre weiter betreut. Denn die Kinder lernen in der Regel erst nach zwei Jahren das Sprechen. Dafür bedarf es regelmäßiger Schulungen, das Implantat muss immer wieder auf seine Funktionalität kontrolliert werden.

Auch für die Eltern bedeutet die Zeit vor und nach der OP eine Belastung: Haben sie die richtige Entscheidung getroffen? Wieso spricht mein Kind noch nicht? Alle diese Probleme und Fragen können im „Implant Centrum“ beantwortet werden, wo auch die Schulungen für die Kinder durchgeführt werden.

Derzeit sind etwa 1500 Patienten in Betreuung des „Implant Centrums“ und es kommen jährlich 200 – 240 Patienten dazu. Die Hälfte der Patienten sind Kinder, die Zahl ist steigend.

Um dem wachsenden Anspruch gerecht werden zu können, muss das Zentrum dringend erweitert werden. In Planung sind 3 Erweiterungsbauten mit neuen Behandlungsräumen, Spielzimmern für Kinder, Patientenzimmern und Laboren.

Ein Millionenprojekt, das die Freiburger Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik nicht allein durch Mittel aus öffentlicher Hand finanzieren kann und deshalb auch auf weitere Spender angewiesen ist.

Um die wertvolle Arbeit des „Implant Centrums“ angesichts des steigenden Bedarfs zu sichern, unterstützte „Ein Herz für Kinder“ die Klinik und sorgte dafür, dass die neuen Räume mit Möbeln, Spielgeräten und Medizintechnik ausgestattet werden können.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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