Leben am seidenen Faden

Tlegen war gerade mal zwei Monate alt, noch so klein und winzig und doch dem Tod schon ganz nah. Das Frühchen kam mit einem schweren Herzfehler zur Welt. Jeder Tag ohne eine rettende Operation hätte sein letzter sein können.

Zwischen den Beatmungsschläuchen und Kabeln war das kleine Gesichtchen des Jungen aus Kasachstan kaum zu erkennen. Flehend sah er seine Eltern an, als wollte er sagen: BITTE HELFT MIR!

Tag und Nacht bangten Abzal und Gulnara am Bett ihres Sohnes, beteten und hoffen.

WER RETTET UNSER KIND?

Die einzige Chance: Eine Operation unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine. Doch die kostete rund 168 000 Euro.

Das Drama um Tlegen begann am 1. Dezember 2008. Da kam der Junge in Kasachstan zur Welt. Für Abzal und Gulara der schönste und zugleich schrecklichste Tag. Acht Jahre lang versuchten sie ein Kind zu bekommen, dann endlich konnten sie ihr so lang ersehntes Baby in den Armen halten.

Doch schon wenige Stunden später zerbrach das Familienglück jäh. Die Ärzte stellten den schweren Herzfehler fest, gaben Tlegen kaum Überlebenschancen. Schon gar nicht in Kasachstan, denn in dem kleinen Land gibt es keine Kinderherz-Spezialisten.

Auf Empfehlung wandten sie sich an das Deutsche Herzzentrum in Berlin. Dort wurde der Junge operiert. Die Kosten von 20 000 Euro konnten sie gerade so aufbringen. Für eine zweite anstehende Operation konnten sie das Geld nicht mehr aufbringen.

Verzweifelt sagten sie: „Nichts bedeutet uns mehr im Leben als unser Sohn.“

Ein großzügiger Sponsor stellte 113 000 Euro bereit und auch „Ein Herz für Kinder“ half der Familie.

Die schönste Nachricht nach Wochen und Monaten der Angst: Tlegen hat die zweite OP gut überstanden, die sein Herz wieder gesund gemacht hat.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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