Anton bekam eine neue Niere

„Ich wünsche mir ein ganz normales Leben. Ich möchte in die Schule gehen, Freunde treffen, gesund sein“, sagt Anton, während er auf dem Krankenhausbett in der Berliner Charité sitzt. Dieses ganz normale Leben jetzt kann es sich erfüllen.

Rückblick: Im Mai 2005 kommt Anton in der ukrainischen Stadt Odessa mit einer schweren Nierenerkrankung zur Welt. Die ersten sieben Monate seines Lebens verbringt er im Krankenhaus. Die medizinische Versorgung in der Ukraine ist schlecht. Es fehlt an Medikamenten, Fachwissen und Geld. Die Ärzte wissen nicht, wie sie richtig helfen können.

Die Nieren übernehmen im Körper lebenswichtige Funktionen. Sie leiten unter anderem Flüssigkeit in die Blase weiter. Genau diese Arbeit können Antons Nieren nicht leisten. Weil sich die Mediziner nicht anders zu helfen wissen, stecken sie zwei dünne Schläuche in seine Nieren, die die Flüssigkeit abtransportieren. 14 Jahre muss der Junge mit dieser Vorrichtung leben.

„Es war eine sehr schwere Zeit“, sagt Anton heute. Aufgrund seines geschwächten Immunsystems darf er nicht zur Schule gehen und muss zu Hause unterrichtet werden. Beim Spielen kommt er schnell außer Atem, seine Krankheit macht ihn schüchtern und introvertiert, oft schämt er sich. Seine große Zuflucht ist die Musik. Täglich übt er mehrere Stunden Klavier. Sein Traum: eines Tages Pianist zu sein.

Anton (14) mit seiner Mama Svetlana in der Berliner Charité
Anton (14) mit seiner Mama Svetlana in der Berliner Charité

Als Anton neun ist, geht es ihm immer schlechter. Ihm ist übel, er hat oft Fieber. Untersuchungen zeigen: Wenn er nicht bald ein Spenderorgan bekommt, wird er sterben. Seine Mutter ist sofort bereit, ihm eine Niere zu spenden. Antons Eltern setzen alle Hebel in Bewegung, um ihm eine Behandlung in Deutschland zu finanzieren, weil hier die medizinischen Standards viel höher sind. Viele Jahre verbringen sie damit, nach Geldspendern zu suchen. „Wir waren oft verzweifelt“, erinnert sich Mama Svetlana.

Im Juli 2019, nach zermürbender Wartezeit von fünf Jahren, kann die Familie dank der Unterstützung von Bild hilft e. V. „Ein Herz für Kinder“ mit Anton nach Berlin reisen. Er und seine Mama werden in der Charité operiert, Anton bekommt ihre gesunde Niere. Beide überstehen den Eingriff gut.

Nach der OP ziehen die Ärzte ihm vorsichtig die Schläuche aus dem Körper, mit denen er 14 Jahre lang leben musste. Anton ist so glücklich, dass er anfängt zu weinen. „Ich kann es nicht fassen, dass das jetzt vorbei ist“, sagt er.

Ende Oktober wird die Familie zurück in die Ukraine reisen. Antons größter Wunsch ist es jetzt, endlich wie andere Kinder in die Schule zu gehen. Einen Platz in einer Musikklasse hat er schon.

So können Sie jetzt direkt helfen

Nicht nur Anton aus der Ukraine, auch viele andere Kinder weltweit sind dringend auf Ihre Hilfe angewiesen. Spenden Sie jetzt! Jeder noch so kleine Geldbetrag zählt und fließt direkt in Kin­derhilfsprojekte:

BILD hilft e. V. „Ein Herz für Kinder“
Spendenkonto 067 67 67
Deutsche Bank Hamburg | BLZ 200 700 00
IBAN DE60 2007 0000 0067 6767 00 | BIC DEUTDEHH

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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