Sanitäre Anlagen für Schulen

Haiti kämpft weiter mit den Folgen des Erdbebens vom 12. Januar 2010, zu denen auch der Ausbruch der Cholera im Oktober desselben Jahres gehört. Bei der Bekämpfung dieser Seuche spielt die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse eine Schlüsselrolle. Eine sanitäre Grundversorgung und der Zugang zu sauberem Trinkwasser sind essentiell für die Gesundheit der Menschen. Jedoch haben nur 25 Prozent der Bevölkerung in Haitis Städten Zugang zu sanitären Anlagen, in ländlichen Gebieten sind es nur 17 Prozent.

Dieser Mangel hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die Cholera seit ihrem Ausbruch im Oktober 2010 unaufhaltsam ausgebreitet hat. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums sind seither 693 000 Menschen erkrankt, 8400 Erkrankte sind verstorben (Stand 2013).

Die Stiftung „Fondation St. Luc“, zweitwichtigster Partner von „nph deutschland“ in Haiti, hat nach dem Erdbeben ihr Programm im Bereich der Grundschulbildung in den Armengebieten des Landes stark ausgebaut. Neben Neugründungen von Schulen hat die Stiftung auch Einrichtungen von anderen Partnern übernommen, die nach der Katastrophe nicht mehr zur Fortführung ihrer Projekte in der Lage waren.

Die oft nur provisorischen Schulgebäude haben in einigen Fällen keine oder nur völlig unzureichende sanitäre Anlagen, von denen vielfältige Infektionsgefahren bis hin zur Cholera ausgehen. Die „Fondation St. Luc“ möchte diese Situation schnellstmöglich verbessern. So sollen in drei Schulen Sanitärblöcke errichtet werden.

Die drei Grundschulen mit der höchsten Dringlichkeit nach sanitären Anlagen sind: St. Michel in Delmas mit 260 Schülern, St. Marie in Delmas mit 370 Schülern und St. Patrick in Cité Soleil mit 387 Schülern.

Mit Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ und anderen Förderern konnte die „Fondation St. Luc“ nach dem Beben inzwischen sieben neue Grundschulen errichten, sechs weitere sind derzeit im Bau.

Während die neuen Schulen über angemessene Toiletten- und Waschräume verfügen, ist die Situation in den älteren Schulen mangelhaft. Diese Schulen verfügen über einfache, gemauerte „Plumpsklos“ ohne Wasserspülung und Anschluss an die Kanalisation. Es gibt zudem kein fließendes Wasser zum Händewaschen. Die Sickergruben sind in der Regel zu klein und müssen oft entleert werden. Diese Bedingungen erhöhen die Gefahr der Übertragung von Cholera und anderen Krankheiten. In einigen Schulen sind bereits Cholera-Fälle aufgetreten.

In den genannten drei Schulen ist der Bau je eines Sanitärblockes mit Klärgrube geplant. Ein Block besteht aus jeweils 2 Toiletten mit Waschbecken für Mädchen und Jungen, zusätzlich 2 Urinalen und einer Toilette mit Waschbecken für die Lehrkraft. Außerdem soll je eine Dusche installiert werden. „Ein Herz für Kinder“ unterstützt die Organisation, damit schnellstmöglich die hygienischen Bedingungen für die Schüler verbessert werden können.

„Ein Herz für Kinder“

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