Hilfe für Hamburger Aids-Kinder

Besuch in der Immundefekt-Ambulanz der UKE-Kinderklinik. Einer der Patienten ist Lukas (8, Name geändert). Er wurde bei der Geburt durch seine Mutter angesteckt, weil sie nicht wusste, dass sie infiziert war.

Auch Lukas weiß nicht, welchen Virus er im Körper trägt. Aber er weiß, dass er sehr krank wird, vielleicht sogar stirbt, wenn nicht zur Untersuchung ins UKE kommt.

„Wir können ihm ein weitgehend normales Leben ermöglichen“, sagt Oberarzt Prof. Dr. Rainer Ganschow. Er leitet die Ambulanz zusätzlich zu seinen Aufgaben in der Kinderklinik.

Weitgehend normal – das bedeutet für Lukas, dass er täglich 13 Medikamente schlucken, regelmäßige Blutuntersuchungen über sich ergehen lassen muss.

Für seine Familie kommt die Furcht vor der Ausgrenzung dazu. Sein Vater: „Besonders schlimm war es in der Schule. Die Lehrer wollten seinen Platz besonders kennzeichnen, als Warnung für andere Kinder.“

„Diese Angst vor Ansteckung ist nicht begründet“, erklärt Dr. Ganschow. „Infizierte Kinder können am normalen Leben teilnehmen. Sie können aus den gleichen Gläsern trinken wie ihre Freude, theoretisch sogar die gleiche Zahnbürste benutzen.“

Lukas könnte ein gesunder Junge sein, wenn vor seiner Geburt bekannt gewesen wäre, dass seine Mutter HIV-infiziert war. Dr. Ganschow: „Durch moderne Geburtsmethoden ist es möglich, das Risiko einer Übertragung des Virus auf das Kind von 20 Prozent auf 2 Prozent zu senken. Deshalb ist der Test bei Schwangeren so wichtig!“

Um die wichtige Arbeit der Ambulanz zu sichern, unterstützt „Ein Herz für Kinder“ die Arbeit von Dr. Ganschow und seinem Team.

„Ein Herz für Kinder“

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