Valentinas Wille ist stark – ihr Herz oft zu schwach

Zum 40. Jubiläum von „Ein Herz für Kinder“ berichten wir über Kinder, die wir schon lange unterstützen.

Berlin/ Amman – Schon als Valentina aus Jordanien 2002 das Licht der Welt erblickte, war ihr Willen stärker als ihr Herz.

Die 16-Jährige kam mit einem schweren Herzfehler namens „Pulmonalatresie“ zur Welt. Durch die Herzgefäßerkrankung war die Ausflussbahn der rechten Herzkammer zur Lunge verschlossen.

Valentina war erst einen Monat alt, als sie das erste Mal an ihrem Herzen operiert werden musste. „Ein Herz für Kinder“ beteiligte sich an den Kosten im Deutschen Herzzentrum Berlin. 2004 folgte der zweite Eingriff, ebenfalls in Berlin und mit Hilfe von EHfK.  Auch im Jahr 2013 bat Valentina die BILD-Hilfsorganisation um Unterstützung, es folgte eine weitere OP in Sankt Augustin (NRW). Lebensrettende Eingriffe, die in Valentinas Heimat nicht möglich gewesen wären.

Kurz vor ihrem 16. Geburtstag ging es der Schülerin nun wieder schlechter. „Ich bekomme manchmal Herzrasen, fühle mich unwohl“, so Valentina. „Ich bin nicht so belastbar, wie die anderen Jugendlichen, werde oft ausgeschlossen.“ Im Herzzentrum Sankt Augustin untersuchte sie Kinderkardiologe Prof. Martin Schneider (56). „Die Lungengefäße wachsen gut mit“, so der Spezialist für angeborene Herzfehler. Und weiter: „Trotz der schwere des Herzfehlers bin ich mit Valentinas Zustand zufrieden.“

Valentina als sie zwei Jahre alt war Foto: privat

Trotzdem musste die Jordanierin Anfang Juli noch einmal behandelt werden – über ein Herzkatheter wurde Gewebe entfernt, das falsche elektrische Impulse sendete und den Herzrhythmus störte. Nach mehreren Kontrolluntersuchungen war es endlich geschafft – Valentina wurde aus dem Krankenhaus entlassen und durfte mit ihrer Mutter wieder nach Hause fliegen, wo ihr Vater schon mit den beiden Schwestern und dem Bruder wartete.

Valentina: „Ich weiß, dass meine Herzfunktion Grenzen hat und ich nie Leistungssportlerin sein werde. Aber ich würde gerne so fit sein, dass meine Eltern sich nicht immer um mich sorgen müssen.“ 

Täglich muss Valentina drei verschiedene Medikamente nehmen, sie ist oft krank. Ihre Tante Muna: „Aber wir sind überglücklich, dass alles so gut gelaufen ist und Valentina wieder zu Hause ist.“

Und wenn alles gut geht, macht Valentina bald ihren Schulabschluss, möchte dann Erzieherin werden. Denn auch ihr Herz schlägt für Kinder.

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