OP in Essen rettet Valeriya

Die kleine Valeriya (3) aus der Nähe von Tschernobyl (Ukraine) ist dick in ihren Schneeanzug eingemümmelt. Ihre rosa Pausbäckchen leuchten, sie strahlt voller Freude. Nur wenige Monate später ist das Kind nicht wieder zu erkennen. Das Mädchen hat alle Haare verloren, ist blass und schmal im Gesicht.

Der Krebs hat das Mädchen so verändert – ein Tumor im linken Auge. Für Andre und Helen, die jungen Eltern von Valeriya brach eine Welt zusammen, als sie von der erschreckenden Diagnose erfuhren.

Die Ärzte in der Ukraine versuchten zunächst das kleine Mädchen mit einer Chemotherapie zu retten. Eine Kräfte zehrende, quälende Behandlung, die aber letztlich nicht den erhofften Erfolg brachte. Der Tumor konnte zwar verkleinert, aber eben nicht vernichtet werden.

Der Rat der Ärzte: Die Eltern sollten Hilfe im Ausland suchen, da Valeriya in der Ukraine aufgrund mangelnder Behandlungsmöglichkeiten keine Chance hat, den Krebs zu besiegen.

Die Eltern wendeten sich an das Universitätsklinikum Essen – eines der renommiertesten Krankenhäuser bei der Behandlung der heimtückischen Retinoblastome. Die erlösende Nachricht der Mediziner nachdem sie die Befunde ausgewertet hatten: Valeriya hat gute Chancen, gesund werden zu können.

Da Andre und Helen die Kosten für die Operation nicht aufbringen konnten, half die BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ der Familie in ihrer verzweifelten Situation.

Inzwischen wurde dem kleinen tapferen Mädchen in einer zweistündigen OP das linke Auge entfernt. Auch wenn sie sich erst noch an das eingeschränkte Sehvermögen gewöhnen muss, so ist sie doch schon wieder putzmunter, lacht viel und spielt gern mit ihren kleinen, neuen Freunden aus dem Krankenhaus.

Die Ärzte in Essen erzählten der Mutter, dass die Hilfe für ihre Tochter in letzter Sekunde kam. Wäre sie nur zwei Wochen später gekommen, hätte es für Valeriya kaum eine Chance gegeben zu überleben – auch weil die Behandlung in der Ukraine nicht ausreichend und richtig war.

Doch das zählt für die Mutter im Augenblick nicht mehr, denn sie weiß, dass es den deutschen Ärzten gelungen ist, ihren kleinen Sonnenschein zu retten.

„Ein Herz für Kinder“

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