Kleines Herz gerettet

Quietschvergnügt mit roten Bäckchen sitzt die kleine Vera (1) im Waschbecken und planscht. Sie liebt das Wasser und sie liebt das Leben, denn entgegen aller Prognosen von Ärzten hat sie inzwischen ihren ersten Geburtstag gefeiert.

Trotz all der Freude darüber waren die Eltern dennoch in großer Sorge: ihre Tochter kam nämlich nicht nur mit dem Down-Syndrom zur Welt, sondern auch einem schweren, komplexen Herzfehler – dem sogenannten atrio-ventrikulären Septumdefekt, der besonders häufig bei Kindern mit Trisomie 21 auftritt.

90 Prozent aller Kinder mit diesem Herzfehler überleben die ersten beiden Jahre nicht. Deshalb war große Eile geboten.

Als Vera am 4. Februar 2008 in Kiew zur Welt kam, war es der schönste Tag im Leben von Sveta und Igor. Die stolze Mama: „Ich war so glücklich, ich lachte und weinte gleichzeitig vor Freunde und wollte jedem in der Welt sagen, dass ich eine kleine Tochter habe.“

Und weiter erzählt Sveta: „Dieses kleine Mädchen ist das schönste Kind auf der Welt. Ich konnte überhaupt nicht aufhören, dieses kleine Wunder anzusehen.“

Doch das vollkommene Glück währte nur kurz. Denn einen Tag nach der Geburt teilten die Ärzte Sveta mit, das ihr Mädchen das Down-Syndrom hat und dazu einen lebensbedrohlichen Herzfehler.

Sveta über den bitteren Moment: „Ich konnte die Worte des Arztes nicht glauben. Ich begann zu weinen und drückte mein Mädchen an mich, sagte ihr das alles gut würde.“

Danach beschloss Sveta ihr Baby Vera zu nennen. Der Name bedeutet Glaube, Zuversicht. Denn: „Ich werde nie etwas anderes glauben, als das Vera all die Schwierigkeiten und Hindernisse, die das Schicksal bereit hält, überstehen wird.“

Schon 24 Stunden später hing Veras Leben am seidenen Faden. Eine akute Magen-Darm-Erkrankung zwang die Ärzte zu einer Not-OP. Auch Stunden nach dem Eingriff war Veras Zustand so schlecht, dass die Ärzte Sveta und Igor auf das Schlimmste vorbereiteten.

Doch Vera zeigte es allen und kämpfte sich zurück ins Leben. Sie erholte sich schnell und entwickelte sich ganz prächtig entwickelt – trotz des schweren Herzfehlers, der immer noch unbehandelt war.

In der Ukraine konnte der schwierige Eingriff durch fehlende Spezialisten und moderne medizinische Standards nicht durchgeführt werden.

Deshalb nahmen die Eltern Kontakt mit dem Deutschen Herzzentrum Berlin auf, wo Vera inzwischen operiert worden ist – dank der schnellen Hilfe von „Ein Herz für Kinder“.

Mit einem gesunden Herzen konnte Vera bereits in ihre Heimat zurückfliegen. Sveta: Sie ist unser kleiner Sonnenschein, das hellste Licht in unserem Leben. Jeden Tag macht sie uns glücklicher.“

„Ein Herz für Kinder“

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