Saar-Ärzte retten Vincent und Mercy

Weit ab von Zuhause haben sie ein zweites Leben geschenkt bekommen.

Vincent (4) und Mercy (6) albern ausgelassen an einem Teich der Homburger Uniklinik herum. Kaum zu glauben, dass beide hier vor drei Wochen am offenen Herzen operiert wurden.

Die Kinder kommen aus Malawi in Südostafrika, 7500 Kilometer Luftlinie vom Saarland entfernt.

„Im Oktober letzten Jahres habe ich dort in einem Krankenhaus ausgeholfen“, erzählt Kinderarzt Bernd Zerfaß (57). „Als Vincent zu mir kam, hörte ich ihn ab und bemerkte die viel zu lauten Herzgeräusche.“ Bei der Untersuchung entdeckte der deutsche Mediziner ein Loch im Herzen – so wie später auch bei Mercy. „Aber in Malawi gibt es keine Möglichkeiten, Herzoperationen an Kindern vorzunehmen.“

Im August 2013 holte er die Kinder zusammen mit ihren Müttern ins Saarland. Er streckte sogar die Behandlungskosten für beide vor. Vor gut einer Woche dann die gute Nachricht: Die BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ übernimmt die gesamten Kosten.

„Besonders die OP von Vincent war mit Risiken verbunden“, berichtet der deutsche Chirurg Hans-Joachim Schäfers (56). „Doch ich wusste, wir können es schaffen. Und wir hatten recht.“

Vier Stunden lang arbeiteten die Mediziner am Loch zwischen den beiden Herzkammern. Danach war klar: Das Kind ist gerettet. Zusammen mit Mercy und Vincent wurde in Homburg auch die kleine Yara (1) aus Libyen operiert. Auch diese Kosten trägt die BILD-Hilfsorganisation.

Die Kinder und ihre Eltern sind überglücklich. Mercys Mutter Adarini Kapoza (36): „Ich danke den Ärzten im Saarland, dass meine Tochter nun ein normales Leben vor sich hat.“

„Ein Herz für Kinder“

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