Der Junge mit den traurigen Augen braucht Hilfe

Vitalij (13) ist ein gutmütiger und wissenshungriger Junge mit traurigen Augen. Gerne wäre er ein normales Kind, wie man sich es vorstellt: unbedacht spielen, zur Schule gehen, Freunde haben, Fahrrad fahren, mal ins Kino. Das alles sind noch Träume. Mutter Tatyana: „Wir hoffen unsagbar sehr, dass eine Zeit kommt, wenn diese wahr werden.“

Vitalka wurde 1996 in Weißrussland geboren – gesund und munter. Er entwickelte sich ohne gesundheitliche Besonderheiten. Ein Jahr später wurde ein Reaktionstest durchführt, danach ging es Vitalij plötzlich sehr schlecht. Per Notruf kam er ins Krankenhaus mit Verdacht auf Gehirnhautentzündung. Tagelange war der kleine Junge bewusstlos, lag auf der Intensivstation und kämpfte um sein Leben. Tatyana: „Ich kann meinen eigenen Zustand während dieser Zeit nicht wiedergeben, es war nur nur eins klar: ich betete und bat um Gottes Hilfe.“

Vitalij überlebte und entwickelte sich nach der Reha gut. Er fing an auch kompliziertere Worte zu sprechen, mit 1,5 Jahren waren ihm schon mehrere Buchstaben bekannt. Die Mutter: „Ich las viel vor, Vitalij kannte Reime, Märchen, Lieder.“

Zunächst schien die Zeit der Sorgen vorbei, doch als Vitalij vier Jahre alt war, fingen plötzlich sein Kinn und ein Bein an, unkontrolliert zu zucken – begleitet durch kurzes Aufschreien. Die Ärzte fanden heraus, dass der Junge an Epilepsie leidet und versuchten in den folgenden Jahren die Krankheit mit Medikamenten einzustellen – ohne großen Erfolg.

2007 verschlimmerte sich Vitaliks Zustand rasant. Täglich schüttelten ihn bis zu 70 Anfälle. Alles, was die Ärzte versuchten, um die Krankheit in den Griff zu bekommen, schlug fehl. Vitalij kann seitdem nicht mehr zur Schule gehen, muss zu Hause unterrichtet werden. Immer wieder erleidet er schwere Anfälle, bei denen er ohnmächtig zu Boden fällt mit kurzen Aussetzern der Atmung.

Jetzt gibt es für Vitalij nur noch Rettung in Deutschland. An Europas bester Klinik für Epilepsie-Erkrankungen, dem Mara-Krankenhaus in Bielefeld, soll Vitalij untersucht und operiert werden. Im Gehirn konnte ein Herd lokalisiert werden, von dem die Anfälle ausgelöst werden. Bei der OP soll dieser Bereich vom Gehirn abgetrennt werden, in Weißrussland ist ein solcher Eingriff nicht möglich.

Nach acht Jahren unablässiger Angst und Sorge um ihren Sohn hat Tatyana nun endlich die Hoffnung, Vitalij richtige Hilfe bekommt. Da sie allein nicht die Kosten für die Behandlung in Bielefeld aufbringen kann, hilft „Ein Herz für Kinder“.

Tatyana: „Ich hoffe und glaube sehr, dass wir es schaffen alles Kommende durchzustehen und ein neues Leben anfangen wird. Ein neues Leben für meinen Sohn!“

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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