Vladimir war ein Kämpfer

Der kleine Vladimir (3) aus Russland hatte seit seiner Geburt große gesundheitliche Probleme, konnte deshalb nur schlecht essen, nahm kaum Gewicht zu und konnte mit 1,5 Jahren weder laufen noch alleine sitzen. Lange wussten Vladimirs Eltern nicht, was mit ihrem Sohn nicht stimmt, doch endlich, nach einer gefühlten, quälenden Ewigkeit, konnten russische Ärzte eine Diagnose stellen.

Eine Untersuchung ergab, dass Vladimir an einer sogenannten Arachnoidalzyste, also einem Hohlraum im Rückenmark, litt. Die Zyste verhinderte die Durchblutung der Beine und somit, dass Vladimir laufen und sitzen lernen konnte. Da die russischen Ärzte sich die zur Genesung benötigte Operation nicht zutrauten, wandten sich die Eltern Vladimirs hilfesuchend an das Sheba Medical Center in Israel, wo Vladimir zunächst erfolgreich operiert werden konnte.

Doch Mutter Svetlana (30) konnte immer noch nicht unbesorgt um die Gesundheit ihres Sohnes sein. Denn bei der OP wurde eine Magenfistel entdeckt, die für die schlechte Nahrungsaufnahme verantwortlich war. Bei einer erneuten Operation sollte die Fistel entfernt werden. Dramatische Szenen spielten sich im OP-Saal ab. Es kam zu Komplikationen.

Doch den Ärzten gelang es, Vladimir zu retten und so er wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Doch auf dem Heimweg riss die Magennaht. Vladimirs Mutter durfte nun keine Zeit verlieren, denn durch die Magensäure und den Nahrungsbrei, die in den Bauchraum gelangten, kam es zu einer Sepsis. In einer Not-OP konnte Vladimirs Leben abermals gerettet werden. Der Chefarzt der Kinderreanimationsabteilung Professor Sadot erinnert sich an die Operationen: „Es ist ein Wunder!“

Nach der Sepsis musste der Kleine mit einem Tracheostoma versorgt werden, welches nun operativ entfernt werden sollte. Bei der Behandlung in Israel kam es zu Komplikationen, die der kleine Junge nicht überlebte. Vladimirs Eltern sind in tiefer Trauer um ihren einzigen Sohn, der wie ein kleiner Held um sein Leben kämpfte und am Ende doch verlor.

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