Slavik: Schon wieder ein Krebsrückfall

Es sollte ein großes Fest werden – der fünfte Geburtstag von Vyacheslav. Doch statt zusammen mit Freunden und der Familie zu feiern, ist der kleine Junge mit den großen braunen Augen wieder im Krankhaus, um erneut um sein Leben zu kämpfen.

Slavochka, wie ihn seine Eltern Vadim und Olga liebevoll nennen, hat Krebs. Ein Neuroblastom im 4. Stadium mit Metastasen im Kopf, Knochenmark und den Lymphknoten. Er erkrankte im Januar 2009, kämpft seitdem jeden Tag gegen den aggressiven Feind in seinem Körper.

Dank großzügiger Spenden hunderter Menschen in Deutschland und durch die Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ konnte Slavik im letzten Jahr nach Genua (Italien) gebracht werden. Ursprünglich sollte er in Singapur am Mount Elizabeth Hospital behandelt werden. Doch um ihrem geschwächten Sohn die lange Reise zu ersparen, entschieden sich die Eltern für die Klinik in Italien, wo dieselben Behandlungskosten anfielen. Renommierte Krebsspezialisten kämpften Wochen um das Leben des Jungen.

Ein Kampf mit einem besonders herben Rückschlag: Durch die Folgen der Chemotherapie ist der tapfere kleine Knirps auf einem Augen erblindet. Doch die Ärzte schafften es, sein verbliebenes Sehvermögen zu retten.

Tumorfrei konnte der süße kleine Junge nach einer erfolgreichen Knochenmarktransplantation wieder in seine Heimat zurückkehren. Alle hofften, dass damit das schlimmste überstanden sei, nun sein Leben wieder beginnen würde.

Olga: „Seit wir aus Italien zurückkehrten, war das Leben für uns gleichsam glücklich aber auch schwierig. Wir hatten unseren Jungen zurück, sahen wie er aufwächst, wie er lernte zu lesen und immer so viel Spaß hatte. Doch die Angst, die Krankheit könnte zurückkommen, begleitete uns täglich.“

Leider sind jetzt die schlimmsten Befürchtungen wahr geworden. Hinter dem Ohr des Jungen wurde erneut ein Tumor gefunden, der in einer ukrainischen Klinik entfernt werden konnte. Dennoch ist eine kombinierte Chemo- und Radiotherapie von Nöten, die in der Ukraine nicht angeboten wird.

Olga: „Wir haben uns entschieden, Slavik wieder in Italien behandeln zu lassen, wo es den Ärzten schon einmal gelungen ist, das Leben unseres Kindes, das wir mit ganzem Herzen und aus tiefster Seele lieben, zu retten.“

Die Behandlung in Genua ist allerdings auch mit hohen Kosten verbunden, die die Familie nicht allein aufbringen kann. Olga: „Wir kämpfen um Slaviks Leben, allein können wir es aber nicht schaffen!“

Die BILD-Hilfsorganisation, die das Schicksal von Slavik von Anbeginn mit großzügiger Unterstützung begleitete, steht auch jetzt an der Seite des Jungen und übernimmt die anfallenden Kosten. Die Chemotherapie hat bereits begonnen und es gibt erste kleine Anzeichen, das diese gut anschlägt.

Es sind diese kleine Dinge, die Mut machen im ungerechten Kampf gegen den Krebs. Die Hoffnung schenken auf das Wunder, dass manchmal das Unmögliche im Leben möglich wird.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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