Wohnhaus für Frauen wird saniert

Das Wohnhaus für Frauen betreut in Hamburg seit 1924 junge psychisch erkrankte Frauen und Mädchen. Es ist als sozialtherapeutische Übergangseinrichtung der Jugendhilfe angelegt und bietet psychisch erkrankten Mädchen und jungen Frauen einen Wohngruppenplatz und eine professionelle Begleitung in die Selbstständigkeit.

Die Frauen leben in der Regel zwischen einem und vier Jahren im Wohnhaus. Die psychischen Erkrankungen der jungen Frauen stehen häufig in einem engen Zusammenhang mit traumatisierenden Gewalterfahrungen, sodass ein ausschließlich weiblicher Betreuungsrahmen sinnvoll ist.

Einige der jungen Frauen haben bereits Kinder, sind jedoch zum Zeitpunkt des Aufenthalts im Wohnhaus nicht in der Lage, diese zu versorgen, d. h. die Kinder sind fremd untergebracht und das Wohnhaus unterstützt die jungen Frauen beim Umgang mit ihren Kindern und fördert ihre Erziehungsfähigkeit, sodass sie nach Auszug in der Lage sind, gemeinsam mit dem Kind zu leben.

In dem intensiven Betreuungssetting des Wohnhauses, erlernen die Frauen einen konstruktiven Umgang mit ihrer Erkrankung, sodass Krisen seltener oder sehr viel abgeschwächter auftreten. Sie nehmen an therapeutischen, pädagogischen und alltagspraktischen Gruppenangeboten teil. Dort verbessern sie ihre soziale Kompetenz und Konfliktfähigkeit und werden selbstsicherer. Das Leben in der Gemeinschaft stärkt sie, ebenfalls erlernen sie den Umgang mit Behörden und Institutionen.

Das Wohnhaus war mittlerweile in die Jahre gekommen und musste dringend umgebaut und saniert werden, um das stationäre Angebot der Jugendhilfe weiter aufrecht erhalten zu können und den Bedarf der Mädchen und jungen Frauen abzudecken.

„Für unser Angebot gibt es einen sehr großen Bedarf. Wir sind deshalb froh, dass wir mit dem Umbau des Wohnhauses nicht nur vier zusätzliche Plätze schaffen konnten, sondern junge Frauen jetzt bereits ab dem Alter von 16 aufnehmen können“, sagt Vorstandsvorsitzende Dr. Josephin von Spiegel.

Das Wohnangebot ist in zwei nebeneinander liegenden denkmalgeschützten Stadtvillen von 1883 untergebracht, die jetzt denkmalgerecht und energieeffizient modernisiert wurden. Gleichzeitung konnten mit der Sanierung, die auch von „Ein Herz für Kinder“ unterstützt wurde, mehr Betreuungsplätze eingerichtet werden, sodass nun 24 Frauen hier ein Übergangszuhause finden.

Die 24 Wohnplätze verteilen sich auf 7 Einzelappartements mit eigener Küchenzeile und Bad sowie 17 Wohngruppenplätzen, überwiegend mit eigenem Bad, sowie gemeinsamer Küche und gemeinsamen Wohnraum.

Ergänzt wird das Angebot von „Johanna“ durch Ambulante Hilfen für Frauen mit einer psychischen Erkrankung, die bereits im eigenen Wohnraum leben. Insbesondere alleinerziehende Müttern mit ihren Kindern erhalten so eine individuelle Unterstützung.

 

„Ein Herz für Kinder“

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