Initiative „Starthilfe“ kämpft gegen Kinderarmut

Ein vernünftiger Start ins Leben sollte eigentlich für alle Kinder selbstverständlich sein. Die Realität sieht anders aus, viele Kinder sind von Armut betroffen – auch hier in Deutschland. Allein in Wolfsburg sind es über 3000. Die Initiative „Starthilfe“ will dieses Problem ins Bewusstsein der Menschen zu rücken, Spenden sammeln sowie Maßnahmen gegen Kinderarmut in Wolfsburg bündeln und fördern – unterstützt von „Ein Herz für Kinder“.

Mit dabei: Vertreter der Stadt, der beiden großen Kirchen, der IG Metall, des Betriebsrats und der Unternehmensseite von Volkswagen. Sehr schnell wurde allen das wachsende Problem der Kinderarmut deutlich. Und es war klar, dass gemeinsames und gezieltes Handeln nötig ist.

Bernd Osterloh, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG: „Es ist traurig und beschämend für ein Land wie Deutschland und eine immer weiter aufstrebende Stadt wie Wolfsburg, aber leider erschreckende Wahrheit: Immer mehr Kinder leben auch in Wolfsburg, dem Sitz unseres Konzerns, in Armut oder an der Armutsgrenze – mit steigender Tendenz. Und mit Folgen, die sich negativ auf das ganze weitere Leben der betroffenen Kinder auswirken.“

Um Abhilfe zu schaffen, wurde als erste wichtige Maßnahme an vier Wolfsburger Grundschulen und sechs Kindertagesstätten in sozialen Brennpunkten ein Schulfrühstück für rund 2400 Kinder und Jugendliche (zwischen 2 und 15 Jahren), die aus sozialschwachen Familien kommen, eingerichtet.

Weitere Aktivitäten sind in Planung, damit bedürftigen Kindern, die aufgrund der familiären Situation benachteiligt werden, in guter Start ins Leben und eine gesellschaftliche Teilhabe möglich gemacht wird, um ihre Chancengleichheit zu erhöhen.

Bernd Osterloh: „Ich hoffe, dass wir mit der Initiative vielen Kindern helfen können und dass dadurch auch das Bewusstsein für die Problematik steigt. Denn diese Form der Armut kann man eben nicht auf den ersten Blick sehen, sie findet im Verborgenen statt und mündet in Ausgrenzung mit lebenslangen Folgen – und dagegen müssen wir alle gemeinsam etwas tun.“

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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