Die Wunderkinder aus dem Regenwald

Ihre Konzerte waren Triumphzüge. Mit ihrer wunderbaren Musik eroberten sie im vergangenen Advent die Herzen der Menschen. Jetzt kommen die Wunderkinder aus dem bolivianischen Dschungeldorf ein zweites Mal nach Deutschland.

Urubichá. Ein kleines Dorf im Tiefland des südamerikanischen Andenstaates. 4300 Einwohner. Ein öffentliches Telefon. Zwei TVGeräte.

Rund um den Dorfbrunnen Hütten mit festgestampftem Lehmboden. Die Menschen hier sind arm. Den Lebensunterhalt verdienen sie mit ihren Feldern und dem Weben von Hängematten.

Am Rand des Flusses sitzt Wilson auf einem abgestorbenen Baumstamm. Sanft bläst er in seine Querflöte, die Töne einer Sonate von Johann Sebastian Bach schweben in die feucht-heiße Dschungelluft.

Hier in Urubichá beherrschen fast alle der 220 Kinder und Jugendlichen ein Instrument. Ihre Welt ist die Musik von Bach, Mozart, Vivaldi. Eine wunderbare Welt im Dorf der musikalischen Wunderkinder.

1691 brachten Jesuiten die ersten Instrumente in diesen abgelegenen Teil der Welt. Schnell entdeckten sie das musikalische Talent der Indios. Heute heißt die gute Seele Pater Walter Neuwirth (72). Ein aus Bayern stammender Franziskaner, der vor fast 30 Jahren einen Geigenbauer ins Dorf lockte. Seitdem werden hier auch Geigen aus Zedernholz gebaut.

1989 holte der Pater den Musikstudenten Ruben Dario als Lehrer ins Dorf. Weihnachten 1993 führte das Orchester eine erste kleine Oper auf.

Wilson hat sein kleines Konzert beendet. Die Abenddämmerung hüllt Urubichá ein. Der Junge geht zu seiner Hütte. In seinem Herzen hat er einen Traum. Den Traum von einer besseren Zukunft dank der Kraft der Musik.

Auch die zweite Konzertreise der Wunderkinder aus dem Dschungel wird unterstützt von dem Verein BILD hilft e.V. „Ein
Herz für Kinder“, Adveniat und Evonik, dem internationalen Bergbau- und Technologiekonzern.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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