Anna (4)
Sie kämpft verzweifelt um ihr Leben
Bis vor einem Jahr war Anna (4) ein ganz normales Mädchen. Der Kampf gegen den Krebs hat sie verändert. Ihr Köpfchen ist ganz kahl, aus ihren himmelblauen Augen kullern fast jeden Tag Tränen. Wegen der Schmerzen und Strapazen der anstrengenden Behandlung, aber auch weil sie so große Sehnsucht nach ihrer Mama Natalija (28) hat, die in der Ukraine gerade das dritte Kind zur Welt gebracht hat.
So gerne würde Anna das Baby sehen und auch von ihrer Mama getröstet werden. Doch sie ist hunderte Kilometer weit entfernt und kann Anna im Kampf um ihr Leben nicht unterstützen.
Rückblick: Vor rund einem Jahr klagte das kleine Mädchen immer wieder über starke Bauchschmerzen. Zunächst dachten die Eltern an nichts Schlimmes. Doch Annas Zustand wurde immer besorgniserregnder. Sie wurde schnell müde und bekam hohes Fieber. Die Eltern ließen ihre im Krankenhaus untersuchen und wurden mit einer schrecklichen Diagnose konfrontiert; KREBS!
Anna leidet an einem Neuroblastom – einem der gefährlichsten und aggressivsten Tumore im Kindesalter, der besonders häufig den Bauch- und Beckenraum sowie die Nieren befällt. Ukrainische Ärzte operierten die Kleine sofort und leiteten im Anschluss eine Chemotherapie ein – die zunächst erfolgversprechend verlief. Nach wenigen Wochen war Anna tumorfrei, der Krebs schien besiegt.
Bei einer kürzlich durchgeführten Kontrolluntersuchung stellten die Ärzte allerdings fest, dass sich erneut ein Tumor gebildet hatte. Die Ärzte in der Ukraine konnten Anna keine weitere Behandlung anbieten und empfahlen eine Klinik im Ausland aufzusuchen. Durch Freunde bekamen die Eltern den Tipp, sich an das Universitätsklinikum Greifswald wenden. Hier arbeiten erfahrene Onkologen, die auf die Behandlung von Neuroblastomen spezialisiert sind.
Die Familie verkaufte alles, was sie besaß, um Anna schnellstmöglich in Deutschland behandeln lassen zu können. Seit Juni sind Anna und ihr Vater Aleksej (29) in Greifwald. Anna bekommt eine spezielle Chemotherpapie, braucht aber auch noch eine Knochenmarktransplantation.
Die Kosten der lebensrettnden Therapie sind enorm hoch und für die Eltern nicht aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Durch die Hilfe vieler Spender und auch des Vereins „Die Hoffnung bleibt immer“ konnte ein Großteil der benötigten Summe bereit gestellt werden.
Auch „Ein Herz für Kinder“ erklärte sich bereit, sich an den Kosten zu beteiligen, damit Annas Behandlung zu Ende geführt werden und sie hoffentlich schon bald ganz gesund zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern zurückkehren kann.
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„Ein Herz für Kinder“
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Die Idee
1978 rief Verleger Axel Springer "Ein Herz für Kinder" ins Leben. Wie vor mehr als drei Jahrzehnten alles begann...
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