Gefährliche Kinderarbeit hat deutlich abgenommen

Die Weltgemeinschaft wird ihr Ziel wohl verfehlen, bis 2016 gefährliche Kinderarbeit abzuschaffen.

Zwar hat sich die Zahl der unter riskanten Bedingungen arbeitenden Jungen und Mädchen vom Jahr 2000 bis 2012 halbiert, wie die Internationale Arbeitsorganisation ILO mitteilte. Doch liege sie immer noch bei 85 Millionen, und der Abwärtstrend sei zu langsam, um das 2006 gesetzte Ziel der völligen Abschaffung binnen zehn Jahren zu schaffen.

Im Jahr 2000 arbeiteten nach ILO-Zahlen noch rund 171 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren unter Bedingungen, die ihre Gesundheit, ihre Entwicklung oder ihre Sicherheit aufs Spiel setzten. Doch trotz des seither erzielten Rückgangs sei man zu optimistisch gewesen, sagte Constance Thomas, bei der ILO zuständig für die Abschaffung der Kinderarbeit. „In diesem Tempo werden wir das Ziel wahrscheinlich nicht erreichen”, sagte sie.

Auch die Kinderarbeit insgesamt – also nicht nur die unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen – ist seit 2000 deutlich zurückgegangen: damals mussten weltweit 246 Millionen Jungen und Mädchen arbeiten, 2012 noch 168 Millionen. Die ILO, eine Organisation der Vereinten Nationen, schreibt dies vor allem verbesserten Arbeitsschutzgesetzen und dem politischen Willen zu, Kinder zu schützen und zur Schule gehen zu lassen.

Die Anstrengungen müssten aber fortgesetzt werden, sagte Thomas. „Das Letzte, was wir wollen, ist, dass die guten Nachrichten in diesem Bericht zu Selbstgefälligkeit führen.”

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