Kampf gegen den Krebs verloren

Olesya und Maxim nehmen ihren kleinen Sonnenschein in die Mitte und geben ihr einen Kuss. Amelia (2) lächelt. Auf den ersten Blick scheint es, als sei ihre Welt in Ordnung. Doch in Wahrheit musste das Mädchen aus Kirgisien gegen eine todbringende Krankheit kämpfen. Den Kampf hat die Kleine nun leider verloren.

Rund acht Wochen fühlte sich die Kleine schlecht. Immer wieder litt Amelia unter unerklärlichen Fieberschüben, fühlte sich matt und müde. Besorgt suchten die Eltern mehrere Ärzte auf. Sie vermuteten eine Bronchitis, sagten den Eltern, dass kein Anlass zur Sorge bestünde.

Als die Symptome aber trotz der Gabe von Medikamenten nicht besser wurden, fuhr Olesya schließlich mit ihrer Tochter in die örtliche Klinik. Dort stellten die Ärzte fest, dass sich an Amelias Niere ein Tumor gebildet hatte. Trotz einer Biopsie konnten sie nicht eindeutig bestimmen, ob es sich um ein Nephroblastom (Nierentumor) oder ein Neuroblastom (Nerventumor) handelt. Da die medizinischen Möglichkeiten in Kirgisien durch die schlechte Ausstattung der Kliniken mehr als beschränkt sind, wurde Amelia an die Kollegen in Moskau überwiesen, die aber letztlich auch keine eindeutige Diagnose stellen konnten. Auf Verdacht behandelten sie das Mädchen mit einer Chemotherapie.

Ein Arzt aus Deutschland wurde auf das Schicksal der kleinen Amelia aufmerksam. Durch Einsätze in Kirgisien ist er mit den katastrophalen medizinischen Umständen in dem Land vertraut. In Russland ist die Situation zwar etwas besser, aber in Amelias Fall leider auch komplett unzureichend.

Der Arzt: „Da werden zwei unterschiedliche Diagnosen gestellt, dann von einer ein Behandlungsvorschlag für die eben nicht gestellte Diagnose vorgeschlagen. Das kann nicht sein, da jede Diagnose einer anderen Behandlung bedarf.“

Um Amelias Leben retten zu können, haben sich Spezialisten des Universitätsklinikums Mannheim bereit erklärt, Amelia aufzunehmen. Mit Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ konnte Amelias Behandlung in Mannheim beginnen. Das Mädchen wurde operiert, der Tumor konnte entfernt und bestimmt werden. Es folgte eine Chemotherapie. Doch im Verluaf der Behandlung kam es leider zu Komplikationen, die den krebskranken Körper des Kindes zusätzlich schwächten. Amelia starb in den Armen ihrer Eltern.

„Ein Herz für Kinder“

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