Die Kinderarbeiter von Jharia

Um 4 Uhr ist für Gungun (4), Pari (6) und Seema (15) Schichtbeginn auf den staubigen Kohlehalden von Jharia (Indien).

Mit ihren Bastkörben und leeren Mägen ziehen die drei Schwestern täglich los, um auf den Kohlefeldern zu arbeiten. Denn nur so ist eine warme Mahlzeit am Tag für die Kinder gesichert.

Gefährliche Kinderarbeit auf den Kohlehalden

Die Luft auf der Halde beißt in den Lungen – sie schmeckt nach Ruß und Schwefel. Flammen züngeln aus Bodenspalten. Zwei Kilometer Fußmarsch liegen vor den drei Mädchen, sie laufen barfuß.

„Wir hatten mal Schuhe. Aber die sind auf der Kohlehalde kaputtgegangen. Und für neue haben wir kein Geld“, erzählt Seema. Mit ihren 15 Jahren ist sie für das Einkommen der zwölfköpfigen Familie zuständig. Ihr Vater ist zu krank zum Arbeiten, ihre Mutter versorgt die Kleinsten.

Seemas Füße sind von Narben übersät. Medizinische Versorgung gibt es für die Kinder nicht.

Die Arbeit ist für die Kinder lebensgefährlich

Pari ist im Gesicht von der lebensgefährlichen Arbeit gezeichnet. „Immer wieder fallen Steine auf uns und verletzen uns“, sagt die sechs-Jährige.

Gungun hustet: „Ich habe immer Kopfschmerzen.“ Schwarzer Schleim läuft aus ihrer Nase.

Die Kleinen sterben an Lungenkrankheiten

Wegen der hohen Schadstoffbelastung gelten die Kohlehalden als eine der lebensfeindlichsten Gegenden der Welt. Schätzungen zufolge leisten hier mehrere Tausend Kinder für einen Tageslohn von umgerechnet einem Euro die illegale Kinderarbeit. Wie viele genau es sind, dass weiß niemand.

Viele von ihnen werden gerade einmal 25 Jahre alt. Sie sterben an Tuberkulose oder der Lungenkrankheit COPD, weil der lebensbedrohliche Staub ihre Lungen zerstört.

„Ein Herz für Kinder“ schenkt den Kleinen Hoffnung

Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer für die Kinder aus der Kohlehölle: Die katholische Hilfsorganisation Missio Aachen hat den Kindern mit Schwester Nivedita Bernadetta (62) vom Orden der Schwestern vom Heiligen Herzen einen Engel geschickt.

Schwester Nivedita Bernadetta (62) vom Orden der Schwestern vom Heiligen Herzen kümmert sich um die Kinderarbeiten auf der Kohlehalde, versorgt sie mit Essen und Wasser Fotos: Dominik van Alst

Sie versorgt Kinder wie Seema, Pari und Gungun mit Wasser, gibt ihnen Liebe und Zuspruch. Doch das alleine reicht nicht.

„Ich möchte die Kinder retten. Sie wegholen aus der giftigen Hölle. Sie dahin bringen, wo sie Kind sein dürfen. Nur wenn sie eine Ausbildung bekommen, werden sie eine Zukunft haben. Dann werden sie eines Tages ein würdiges Leben jenseits der Kohlehalden führen können“, sagt die engagierte Schwester.

Mit der Unterstützung der BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ baut sie nun eine Schule auf. Damit Kinder wie Seema, Pari und Gungun nicht mehr jeden Tag ihre Bastkörbe füllen müssen und sie ihr schwarz gefärbtes Leben auf der Kohlehalde gegen eine bunte Zukunft eintauschen können.

So können Sie helfen!

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“ setzt sich mit aller Kraft dafür ein, die Not von armen Kindern weltweit zu verringern.

Wenn Sie den Verein bei seiner wichtigen Arbeit unterstützen und das Leben dieser Kinder verbessern wollen, dann spenden Sie bitte an:

BILD hilft e.V. Ein Herz für Kinder

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Am 4. Dezember um 20.15 Uhr findet im ZDF wieder die große „Ein Herz für Kinder“-Spendengala statt.

„Ein Herz für Kinder“

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