Dieser Arzt schenkt indischen Kinder eine Zukunft

Er ist der Retter der kranken Kinder von Mylaudy (Bundesstaat Tamil Nadu). Dr. Jürgen Zippel (71), Hamburger Orthopädiefacharzt. Seit seiner Pensionierung kümmert er sich um die Ärmsten der Armen im südindischen Urwald.

Auf beiden Beinen stehen, laufen, tollen, spielen – für die meisten Kinder eine  Selbstverständlichkeit. Nicht so für viele Kids und Jugendliche in Indien.

Durch unbehandelte Unfallverletzungen, Wachstumsstörungen, Folgen von Kinderlähmung oder Hirnhautentzündungen können sie sich gar nicht oder nur eingeschränkt bewegen. Für einen Arztbesuch oder gar die notwendige Operationen fehlt das Geld, denn die Familien leben in bitterster Armut.

Die Folgen sind katastrophal: Wer nicht einen Fuß vor den anderen setzen kann, kann nicht zur Schule gehen. Wer verkrüppelte Hände hat, kann nicht lernen zu schreiben. Die Kinder haben keine Zukunft, werden zu Außenseitern – selbst innerhalb der überforderten Familie.

Dr. Zippel hat sich dieser Kinder angenommen, denn das indische Gesundheitssystem bietet wenig oder gar keine Hilfe.

2002 nach der Pensionierung entwickelte der Hamburger Arzt das Konzept für eine Orthopädiestation mit Reha-Zentrum auf dem Gelände der norddeutschen „Patengemeinschaft für hungernde Kinder e.V., die dort mehrere Kinderheime gebaut hat.

Dr. Zippel: „Ich wollte schon immer ohne Bezahlung für diejenigen arbeiten, die es bitter nötig haben.“

Mit Spendengeldern baute er das „Childrens Orthopaedic Centre“ (COC), das eine 20-Betten-Station, einen Physiotherapieraum und eine orthopädische Werkstatt umfasst.

Auch „Ein Herz für Kinder“ unterstützte die Arbeit von Dr. Zippel, finanzierte den Transport des Röntgengerätes und anderen medizinischen Versorgungsmaterialien.

In der einzigen technisch hochwertig ausgestatteten Klinik für Orthopädie in den beiden Bundesstaaten Kerala und Tamil Nadu führte Dr. Zippel inzwischen hunderte von lebensrettenden OP’s durch. Er richtete Klumpfüße, schiente Arme, verlängerte Beine, renkte Hüften ein, überwachte die Anfertigung von Prothesen, koordinierte die physiotherapeutische Behandlung.

Die behandelnden deutschen Ärzte kommen wie Dr. Zippel, auf eigene Kosten, vorwiegend aus Hamburg, genauso wie die Physiotherapeuten, die den einheimischen Kollegen schulen und die operierten Kinder anleiten. Alle arbeiten unentgeltlich und wechseln sich übers Jahr ab.

Die Dankbarkeit der kleinen Patienten ist groß, Dr. Zippels unermüdliches Engagement ein Glücksfall, denn er schenkt den Kindern von Indien die Chance auf ein besseres Leben.

„Ein Herz für Kinder“

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