Kyrylo will wieder tanzen

Voller Liebe und Verzweiflung schreibt Tetyana an „Ein Herz für Kinder“: „Kyrylo ist unser einziger Sohn, unserer Sonnenschein. Kein Mensch ist mir näher und wertvoller als er. Er ist mein ganzes Leben. Ich kann mich nicht damit abfinden, meinen Sohn aufzugeben. Er ist doch erst 12 Jahre alt.“

Ein schwerer angeborener Herzfehler, der in der Ukraine nicht zu behandeln ist, bedroht das Leben des Teenagers. Erst vor knapp zwei Jahren wurden die Ärzte darauf aufmerksam, dass etwas mit dem Organ des Jungen nicht stimmt. Seitdem liegt hinter Tetyana und Kyrylo eine wahre Odyssee von einem Arzt zum anderen. Immer wieder musste der Junge aufwendige Untersuchungen über sich ergehen lassen, die aber allesamt kein befriedigendes Ergebnis brachten. Die Ärzte stellten fünf verschiedene Diagnosen – ohne dabei einen erfolgversprechenden Therapie- und Behandlungsvorschlag unterbreiten zu können.

Tetyana: „Viele der Untersuchungsergebnisse waren widersprüchlich. Wir haben viel Geld für die Untersuchungen ausgegeben und dafür nur
Pflichtvergessenheit und totale Gleichgültigkeit bekommen. Nach diesen Untersuchungen hatte ich das Gefühl, dass es in der Ukraine keine Spezialisten auf dem Gebiet der Kardiologie gibt.“

Bislang konnte Kyrylo ohne größere Einschränkungen aufwachsen. Er besuchte sogar jahrelang mit großer Begeisterung die Tanzschule – ohne größere Beschwerden. Das hat sich allerdings jetzt geändert – eine Operation am Herzen ist unausweichlich. Da die Ärzte in der Ukraine aber noch nicht einmal in der Lage waren, eine genaue Diagnose zu stellen, erschien es der Mutter zu riskant, die Untersuchungen und Behandlung in der Heimat fortzusetzen.

Und auch Kyrylo selbst war angesichts der vielen Krankenhausaufenthalte schon verzweifelt. Die Mutter: „Mein Sohn hat zwar alles mutig ertragen. Jedoch fragte er immer wieder: Warum wollen die Ärzte mir nicht helfen? Ich antwortete, dass sie es wollen, aber nicht wissen wie. Wie kann man einem Kind erklären, dass es sterben muss und ihm niemand helfen will? Unsere Familie glaubt an Gott. Ich beruhigte Kirill, sagte ihm, dass der Gott uns nicht verlassen wird.“

Tetyana setzte alles in Bewegung, um ihrem Sohn endlich eine qualifizierte Behandlung zu ermöglichen und nahm schließlich mit dem Deutschen Herzzentrum München Kontakt auf. Kyrylo stellte sich bei den deutschen Ärzten vor, die eine dringende OP als notwendig einschätzten. Zuvor musste er einige Wochen mit Medikamenten behandelt werden, um den Druck in der Lungenarterie zu senken.

Jetzt soll so schnell wie möglich die Operation durchgeführt werden, allerdings scheitert dies noch an der Finanzierung. Die Eltern haben alles verkauft, was sie besitzen, sich Geld geliehen, Kredite aufgenommen – alles haben sie inzwischen schon für die Medikamente ausgegeben und sind nun nicht mehr in der Lage, die Behandlung in München zu bezahlen.

„Ein Herz für Kinder“ reagiert auf den Hilferuf aus der Ukraine und übernimmt rund die Hälfte der entstehenden Kosten, um so dazu beizutragen, dass Kyrylo in Deutschland endlich gesund werden kann. Die Mutter: „Kirill liebt das Leben und will das Leben genießen! Er ist ein talentierter Tänzer. Er träumt davon, dass er irgendwann wieder tanzen kann!“

„Ein Herz für Kinder“

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