Prothesenwerkstatt für Erdbebenopfer

Nach dem verheerenden Erdbeben unterstützt die humanitäre Hilfsorganisation LandsAid e.V. zusammen mit „Ein Herz für Kinder“ seit Beginn die betroffenen Menschen in Haiti. Neben der Lieferung von Hilfsgütern wurden in Cité Soleil, dem größten Elendsviertel in der Hauptstadt Port-au-Prince, so genannte mobile Kliniken eingerichtet.

LandsAid koordiniert dort die Arbeit von insgesamt vier medizinischen Teams, die sich aus internationalen Hilfskräften z.B. aus Slowenien oder Italien zusammensetzen. Täglich behandeln die engagierten Einsatzkräfte hier 100 bis 150 Patienten pro Klinik, das bedeutet: sie helfen so jeden Tag 400 bis 600 Menschen, die – oft schwer verletzt und traumatisiert –  meist nichts mehr als ihr Leben besitzen.

Zunächst ging es um die möglichst schnelle und effektive Versorgung der zahllosen Verwundeten. Jetzt muss dringend die Hygiene aufrecht erhalten und Infektionskrankheiten vorgebeugt werden.

Über zwei Monate liegt das schreckliche Erdbeben in Haiti nun zurück, inzwischen ist es aus den großen Schlagzeilen verschwunden – doch die Menschen dort brauchen weiterhin dringend Hilfe.

„Wir wollen Perspektiven für die Zukunft für die vielen vom Erdbeben in Mitleidenschaft gezogenen  Menschen nach Haiti bringen“: Die LandsAid-Koordinatorin Birgit Stecher-Hame und der Einsatz erfahrene Orthopädiemechaniker-Meister Michael Mais – einer der wenigen Prothesen-Fachleute Deutschlands mit Aufbau- und Lehr-Erfahrung im Ausland – bereiten den Bau einer Prothesen-Werkstatt in Port-au-Prince vor. Ziel ist es möglichst viele Menschen so nachhaltig zu versorgen, dass sie sich wieder in die Gesellschaft integriert fühlen und am täglichen Leben teilnehmen können.

Hierzu wird LandsAid eine eigene orthopädische Werkstatt aufbauen und vor Ort die Versorgungen mit Prothesen vornehmen.

Mit Prothesen Perspektiven für die Zukunft spenden

Lands-Aid startet ein Projekt zur Versorgung von Menschen mit Prothesen nach einer Amputation. Dadurch soll den vielen schwer verletzten, amputierten Kindern und Erwachsenen wieder eine Perspektive für die Zukunft eröffnet werden. Schätzungen seitens der UN und den lokalen Behörden gehen von 4000 bis 8000 Bertoffenen aus.

Die Verletzten, die die verheerende Katastrophe im Januar überlebt haben, finden sich jetzt, bedingt durch notwendige Amputationen, durch Lähmungen oder zerstörte Gelenke, als Körperbehinderte wieder. Sie können nicht mehr laufen oder greifen. Sie sind auf permanente Hilfe angewiesen, können keine Arbeit annehmen und teilweise nicht einmal die verteilten Lebensmittel in Empfang nehmen.

Vielen von diesen Menschen kann mit orthopädischen Hilfsmitteln wie Prothesen, Orthesen oder Rollstühlen ein Leben bis hin zur Selbstständigkeit ermöglicht werden. Das ultimative Ziel ist es, den Patienten durch den Gliedersatz wieder eine Tätigkeit mit eigenem Einkommen zu ermöglichen.

Für die Produktion von Prothesen werden jetzt Räume, Maschinen und Werkzeuge, Materialien und Komponenten (Füße, Gelenke, Hände etc.) vor Ort etabliert, um gezielt mit den Versorgungen beginnen zu können. Hinzu kommt ein Physiotherapeut zur weiteren Behandlung. Er wird die mit  Prothesen versorgten Menschen mit ihren neuen Gliedmaßen vertraut machen und mit ihnen trainieren, sie richtig zu nutzen.

Nach Beendigung des Projektes soll die Werkstatt an einen lokalen Partner übergeben werden, damit die Menschen auch dann noch weiterhin Hilfe und Unterstützung erfahren.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
Spendenkonto 067 67 67
Deutsche Bank Hamburg | BLZ 200 700 00
IBAN DE60 2007 0000 0067 6767 00 | BIC DEUTDEHH