Schiff der Barmherzigkeit

Es ist das größte Krankenhausschiff der Welt –die „M/S Africa Mercy“. Auf 152 Metern Länge sind 6 OP-Säale, eine Röntgeneinrichtung, ein Computertomograph, ein Labor und eine Krankenstation mit 78 Betten inklusive Intensivstation untergebracht, um Menschen in Afrika zu helfen, die sich normal keinen Arztbesuch leisten können.

Video: M/S Africa Mercy

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Pro Jahr leben und arbeiten rund 1600 Menschen aus 30 verschiedenen Ländern auf dem Schiff der Barmherzigkeit – vom Maschinisten bis hin zum Kapitän alles freiwillige Helfer, die nichts verdienen, sondern pro Monat rund 500 Dollar bezahlen, um hier arbeiten zu können. An Bord können jährlich bis zu 7000 OPs durchgeführt werden.

Ging das Schiff in den vergangenen Jahren unter anderem vor der Küste Liberias, dem Benin, Togo, Sierra Leone, dem Kongo oder Guinea vor Anker, so wird die „Africa Mercy“ bis Mai 2015 in Madagaskar anlegen.

In einem der ärmsten Länder Afrikas kann die medizinische Grundversorgung für die 22 Millionen Einwohner nicht geleistet werden. So gibt es Tausende, die Hilfe brauchen und sehnsüchtig die Ankunft des Schiffs erwarten.

Vor allem viele Kinder hoffen auf die Kunst der Mediziner. Durch Armut und mangelhafte medizinische Versorgung können Menschen mit Tumoren im Kopfbereich, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder Wangenbrand kaum behandelt werden. Für die Betroffenen bedeutet dies ein Leben mit starken Einschränkungen und Ablehnung.

Madagaskar ist eins der am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Es gibt weniger als 2 Ärzte pro 10 000 Einwohner (im Vergleich: 37 Ärzte pro 10 000 Einwohner in Deutschland).

Rund 2500 Patienten sollen während des Einsatzes operiert werden, darunter rund 150 Kinder. Um diese Mission zu unterstützen, hilft auch „Ein Herz für Kinder“, um so den kleinen Patienten die Chance zu geben, wieder gesund zu werden.

In Zusammenarbeit mit dem madagassischen Gesundheitsministerium, mit medizinischen Einrichtungen, Zahnärzten, Geburtszentren und NGOs hat Mercy Ships vor Ankunft des Schiffes ein Überweisungssystem für Patienten geschaffen.

Nach der Ankunft des Hospitalschiffes im Oktober 2014 selektierten Mercy Ships Chirurgen an den vorher bekanntgegebenen Untersuchungstagen Patienten aus, denen mit einer OP geholfen werden kann. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus an Bord werden Patienten auf die an Land eingerichtete Krankenstation verlegt und von Pflegekräften betreut, bis ihre Wunden verheilt sind.

„Ein Herz für Kinder“

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