Schreckensdiagnose am zweiten Geburtstag

19. Mai 2010 – die Sonne scheint, der Himmel ist strahlend blau. Alena (28) pustet mehrere bunte Luftballons auf. Sie ist glücklich, denn ihre kleine Tochter Polina feiert ihren zweiten Geburtstag. Das dieser Tag gleichsam der schrecklichste Tag ihres Lebens werden würde, konnte sie nicht ahnen. Denn statt zu grillen und mit der Familie ein fröhliches Fest zu feiern, fand sich die jungen Frau nur wenige Stunden mit ihrer Tochter auf der Intensivstation des örtlichen Krankenhaus wieder.

„Es tut so weh“ – das ist alles, was Polina an diesem Tag sagte, erzählt Alena. „Sie klammerte sich an mir fest und stöhnte dann nur noch.“

Sofort verständigte die Mutter den Notruf, Polina kam ins Krankenhaus. Da sie hohes Fieber und starke Bauchschmerzen hatte, vermuteten die Ärzte, dass sie an einer akuten Blinddarmentzündung leidet. Bei der Operation fünf Tage später fanden sie dann aber den wahren Grund. Polina hatte einen riesigen Tumor in der rechten Niere, der bereits in den Bauchraum eingebrochen war, wodurch es zu einer starken Blutung kam.

Die Ärzte konnten zunächst nur die Blutung stoppen und einen Teil des Tumors entfernen. Im weiteren Verlauf wurde dann eine Chemotherapie durchgeführt, deren Ergebnisse abgewartet werden sollten.

Da für Polinas Krebsart ganz besondere Chemotherapiemedikamente nötig waren und es diese in Russland nicht gibt, besorgten die Eltern diese im Ausland. Doch nach wenigen Tagen musste die Therapie abgebrochen werden, denn die Ärzte fanden nun auch noch Metastasen in der Lunge.

Die russischen Ärzte sahen keine Chance mehr, Polina zu helfen. Deshalb wandten sich die Eltern an das Parkway Cancer Center in Singapur, dass über große Erfahrung in der Behandlung von Kinderkrebserkrankungen verfügt. Die Mutter: „Wir wollen einfach nicht die Hoffnung aufgeben, dass dieses jungen Leben, das gerade erst begonnen hat, durch eine so schreckliche Krankheit zerstört wird.“

In Singapur setzten die Ärzte zunächst die Chemotherapie fort, um dann den Nierentumor ganz zu entfernen. Im Anschluss war eine Bestrahlung geplant. Die Kosten dafür waren enorm und überstiegen die finanziellen Möglichkeiten der Eltern. Sie nahmen einen Kredit auf, verkauften ihren Besitz – doch das Geld, was zusammengekommen war, reichte noch nicht aus.

Mit der zugesagten Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ und Ihrer Hilfe konnte ein Teil der Behandlungskosten der kleinen Polina bezahlt werden – ein Schritt zur Rettung von Polinas Leben. Die Mutter: „Wir wollen endlich wieder einen glücklichen Geburtstag von Polina feiern. Dieses kleine unschuldige Leben darf durch den Krebs nicht vernichtet werden.“

„Ein Herz für Kinder“

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