Sergeys Leben soll weitergehen

Verängstigt und traurig liegt er kleine Sergey (8) in seinem Krankenbett. Er weiß, dass er gegen den Tod kämpfen muss.

Zweieinhalb Jahren kämpfte Sergey gegen den Krebs. Er litt an einer schweren Form der lymphatischen Leukämie. Hinzu kam ein genetischer Defekt des Philadelphia-Chromosoms, der den Verlauf der Erkrankung noch verschlimmerte.

Sergey wuchs in dem kleinen Dorf New Zaimka Sawodoukowsk auf. Im Juni 2007 bemerkte seine Mutter Marina (42), dass Sergey schwach und gelangweilt wirkte. Die verängstigte Mutter kontaktierte einen Arzt, aber er vermutete eine harmlose Infektion.

Doch sein Befinden verschlimmerte sich. Vier Monate später hatte er plötzlich Schwellungen am Ellbogen und am Hals, hinzu kam sehr hohes Fieber. Erst jetzt entschlossen sich die Ärzte zu eingehenderen Untersuchungen und fanden schließlich die lebensbedrohliche Ursache: BLUT-KREBS!

Eine sofortige Chemotherapie drängte den Krebs zunächst zurück, Sergey konnte nach einigen Monaten sogar wieder die Schule besuchen.

Im April 2009 dann der schlimme Rückfall. Die Leukozyten stiegen enorm an. Alles fing wieder von vorn an: Kliniken, Bluttransfusionen, Chemotherapie. Genauere Untersuchungen in St. Petersburg zeigten dann auch den Defekt des „Philadelphia“-Chromosoms. Diese Anomalie ist bei Kindern äußerst selten, führt dazu, dass das Rückfall-Risiko unermesslich hoch bleibt.

Die einzige Möglichkeit, die blieb: eine Knochenmark-Transplantation, die allerdings in Russland nicht durchgeführt werden konnte. Die russischen Ärzte suchten deshalb Rat bei ihren Kollegen vom Uniklinikum Würzburg, die sich bereit erklärten Sergey zu behandeln. Die Kosten: 135 000 Euro!

Für Marina eine astronomische Summe, die sie nie allein aufbringen konnte. Ihr Mann, der Vater von Sergey und seinen zwei Brüdern, starb vor Jahren. Sie lebt im Monat von 250 Euro, kann damit gerade so für den Lebensunterhalt sorgen. Durch Spendensammlungen in Russland und die Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ konnten die Behandlungskosten gedeckt werden.

Der tapfere Junge glaubt und hofft, dass die Ärzte ihm das Leben schenken können. Die Transplantation wurde durchgeführt, durch die dann hoffentlich der Krebs vernichtet worden ist.

„Ein Herz für Kinder“

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