Ein Zuhause für Waisenkinder

Fast 5000 Kinder leben in Georgien in staatlichen Waisenheimen, fast alle haben noch mindestens ein Elternteil. Durch Armut und Perspektivlosigkeit gibt es häufig Drogen-, Alkoholmissbrauch und Gewalt in den Familien. Wegen fehlender Mittel ist die materielle Ausstattung und Versorgung in den Heimen katastrophal, meist werden die Kinder dort vernachlässigt und verwahrlosen, viele sind krank.

Aufgrund der katastrophalen Bedingungen in den Waisenhäusern wurde von der Regierung ein Deinstitutionalisierungsprozess eingeleitet. Alle Waisenhäuser in Georgien sollten bis Ende 2012 geschlossen werden, dieser Prozess zieht sich jedoch noch bis 2013 hin.

Die Caritas International möchte den Kindern, die nicht in Ihre Familien zurück können, ein familienähnliches Aufwachsen in betreuten Wohngruppen (Small Group Homes) ermöglichen, für Kinder mit und ohne Behinderung. Zur Zeit gibt es 42 betreute Wohngruppen in Georgien. Seit 2009 managt Caritas Georgien 2 betreute Wohngruppen in Tiflis, in 2011 sind 2 weitere dazu gekommen. Dort werden die Kinder ausreichend betreut und gefördert, sie erhalten einen kindgerechten und familienähnlichen Platz zum Aufwachsen.

Im Ort Martkopi, 20 Kilometer von Tiflis entfernt, wurde ein weiteres Haus mit Garten gekauft, das komplett umgebaut und renoviert wurde. Dieses Haus ist für 8 Kinder mit und ohne körperliche Behinderungen konzipiert. Die Kinder werden durch Sozialarbeiter der mobilen Jugendarbeit auf der Straße identifiziert oder waren vorher in einem Waisenhaus untergebracht. 

Da die Kosten für den Umbau und die Renovierung nicht allein von der Caritas getragen werden können, erklärte sich BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ bereit, das Projekt zu unterstützen. Inzwischen sind die Arbeiten abgeschlossen und die Kinder konnten in ihr neues Zuhause einziehen.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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